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Interview: WINTERFYLLETH
Titel: Überzeugte im Verbund

Betont heroisch, unsagbar inbrünstig und umwerfend triumphal krachen die naturverbundenen Briten mit ihrem siebten Album diesmal ins Geschehen.

Seit 2007 sind Winterfylleth aktiv und die Fans können seitdem eine jährlich reifer werdende Formation beobachten, die immer weiter in die sagenumwobenen Mysterien und überlieferten Geheimnisse in englischer Historie, angelsächsischer Literatur eindringt.

Was die Besetzungssituation betrifft, so legt Gitarrist und Sänger Chris Naughton eingangs Wert darauf mitzuteilen, besteht die Band primär immer noch aus den beiden ursprünglichen Mitgliedern, nämlich ihm und Schlagzeuger Simon Lucas. Ihm sind gut dazu passende Musiker sehr wichtig, sagt er auch.

„Im Laufe der Jahre sind ein paar Leute gegangen, aber wir haben seit langem eine stabile Besetzung. Richard Brass, der auch bei Wodensthrone spielte, war beim ersten Album dabei, aber er verließ uns bald danach, da er weit weg wohnte und sich nicht mehr an die Band binden konnte. Axeman Mark Wood und Bassist Nick Wallwork kamen dazu und wir machten drei Alben zusammen. Mark ging, als er wieder weit weg von uns lebte und sich auf andere Elemente seines Lebens konzentrieren musste. Zu diesem Zeitpunkt kam also unser Freund und langjähriger Designer Dan Capp an der Gitarre dazu und wir fügten Mark Deeks am Keyboard hinzu.“

Das Wichtigste für ihn persönlich am Line-Up von Winterfylleth ist, so Chris, dass alle in der Formation auch außerhalb davon echte Freunde sind.

„Das macht die Sache viel einfacher. Wir haben dadurch keine wirklichen Probleme, obwohl es einige große Persönlichkeiten bei uns gibt. Wir schreiben die Songs in Gemeinschaft. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, Beiträge zu leisten und alle von uns versuchen, die Band auf eine faire Art und Weise zu führen. Ich denke, das sorgt für den großen Zusammenhalt bei Winterfylleth. Natürlich haben wir alle starke Meinungen über die Richtung des Songmaterials usw., das ist ja auch zu erwarten - aber selbst bei Unstimmigkeiten versuchen wir im Allgemeinen sicherzustellen, dass alle Meinungen dabei vertreten sind.“

Nachdem Winterfylleth die letzten zwei Jahre in einem ganz anderen kreativen Raum verbracht haben, mit ihrem Akustik-Album „The Hallowing Of Heirdom“ auf Tournee gegangen sind und diese Shows die Band an eindrucksvolle, atmosphärische und einzigartige Orte in ganz Großbritannien und Europa gebracht haben, freut sich Chris nun mit seinen Mannen, die Rückkehr in die Gefilde des Black Metal mit „The Reckoning Dawn“ anzukündigen, so verkündet er.

„Es war echt viel und harte, kollektive Arbeit. Allein das reine Songwriting benötigte fast zwei Jahre. Aber es ist ein Album, auf das wir alle wirklich stolz sind und wir freuen uns, es in die Welt hinauszutragen. In den letzten Jahren haben wir uns die dazu Zeit genommen, um unseren Sound in verschiedene musikalische Bereiche zu entwickeln und zu verfeinern. Diesmal lag der Fokus auf einer Platte voller Kontraste. So wurde das, was von uns aus vorhergehenden Erfahrungen gelernt wurde, genommen und zu dem destilliert, was wir hiermit geschaffen haben. Für mich fühlt es sich an wie ein mächtiges, leidenschaftliches und essentielles Album mit Songs, die die Grenzen dessen, was ein Winterfylleth-Metal-Album sein kann, sprengen, welches aber auch auf unseren traditionelleren Black Metal-Sound in einer unmittelbareren Art und Weise zurückgeht.“

© Markus Eck, 19.04.2020

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