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Interview: SILVER BULLET
Titel: Aufwändige Gliederung

Mit dem 2016er Debütalbum „Screamworks“ konnten die Finnen ein stabiles Fundament errichten. Und darauf setzten Silver Bullet ihr melodisch-theatralisches Schaffen munter fort, was nun im Nachfolger „Mooncult“ mündet.

Der knackig rhythmisierende Thrash-Einschlag knackt dabei genreübergreifend Ohrenschlösser. Das bestimmende Thema der 2008 gegründeten Power Metaller sind Horrorfilme, was der Band um Leadgitarrist Hannes Horma sehr viel Stoff für allerlei spannende Lyriken bietet.

Der Maincomposer, der früher für ganze zehn Jahre bei den Battle Metallern Turisas noch den Bass zupfte, hat da eine ganz schön umtriebige Truppe an profunden Musikanten um sich geschart.

„Ich war daneben vor Silver Bullet auch noch in so einigen anderen Formationen und Coverbands aktiv. Unser Sänger Nils ‚Nisse’ Nordling hingegen war bis 2007 bei Dreamtale und mischt bis heute ebenfalls bei diversen Coverbands mit. Gitarrist Henri Asikainen war der Leadsänger bei den Sympho Deathern Asa-Noir, während Drummer Patrik Albrecht auch noch bei Black Crucifixion die Stöcke schwingt. Bassist Ossi Elonen war Mitglied bei Blind Stare. An Erfahrung mangelt es uns also wirklich nicht“, gibt er grinsend zu Protokoll.

Der Bandname verleitet zum tieferen Sinnieren - eine „Silberkugel“ ist in der Schauerliteratur gemeinhin der einzig wirkungsvolle Todbringer für Werwölfe. Hannes verneint jedoch derlei Übereinstimmung. „Dazu gibt es nichts Großes zu erzählen. Wir dachten einfach dass sich der Name cool anhört und dass die beiden Wörter nebeneinander ganz gut aussehen. Es wird dadurch eine Art Atmosphäre des Schreckens vermittelt, bindet uns aber an nichts. Und ich war wirklich überrascht, dass es bislang noch gar keine Metalcombo namens Silver Bullet gab. Auch ein relevanter Faktor heutzutage.“

Von all den Emotionen, die „Mooncult“ durchziehen, dominieren definitiv eine gewisse Traurigkeit und die Sehnsucht nach etwas verloren Gegangenem, so erläutert der Axeman. „Die Scheibe schüttelt die Hörer grundsätzlich aber schon mit einer beachtlichen Vielzahl an Dynamiken und Stimmungen so richtig durch.“

Da die neue Veröffentlichung als ein klassisches Konzeptalbum eine ineinander verknüpfte Story erzählt, gestaltete sich die Komponierphase nicht gerade leicht für ihn, offenbart Hannes. „Mir war es sehr wichtig, die Songs so richtig fit zu machen für die Gesamtgeschichte, alles sollte ja so nahtlos wie möglich eins ins andere übergehen können. Um sämtliche Parts und Gefühlsebenen zu einen, musste ich viel Zeit und Hingabe investieren. Es fällt mir eher leicht, Riffs und Melodien zu schreiben, aber sie schließlich von vorne bis hin ‚zusammenarbeiten‘ zu lassen, das ist manchmal schon echt eine harte Mühe.“

© Markus Eck, 12.03.2019

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