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Interview: MEGAHERZ
Titel: Treibstoff: Klares Bewusstsein

Für ihr neuestes Album „Komet“ haben sich die Münchner NDH-Visionäre noch hungriger und neugieriger als sonst nach oben in neue, unverbrauchte Schaffensbereiche gereckt.

Heraus kam ein inhaltlich betont intuitives, außergewöhnlich gewichtiges und ehrliches Schaffenspostulat voller unverblümtem und aufrichtigem Bekenntnisdrang. Wie Sänger Lex in aller Bescheidenheit offenbart, ist er am meisten stolz auf die Leistung von Gitarrist X-ti.

„Denn er hat trotz einem schwerem Schicksalsschlag, als mitten in der Produktion sein Vater starb, eines unserer besten Alben überhaupt abgeliefert. Wir taten uns ja anfangs sehr schwer beim Songwriting für ‚Komet‘. Irgendwie wollte uns nichts gefallen, was wir auf die Beine stellten, der eigene Anspruch, die gnadenlos näher rückenden Deadlines, alles schien sich gegen uns zu verschwören. Und dann, als der Druck am größten war, stirbt X-tis Vater. Wie er aus dieser Krise herausgekommen ist und danach tatsächlich ein Feuerwerk an Ideen zündete, hat mich enorm beeindruckt. Ich glaube, wir haben noch nie so konzentriert und gleichzeitig entfesselt an unseren Songs gefeilt, wie in den letzten Monaten. Das merkt man, meiner Meinung nach, auch jedem Song auf dem Album an.“

Musikalisch, so bringt es der Frontmann auf den Punkt, haben Megaherz für die Songs auf „Komet“ jetzt die perfekte Mischung gefunden.

„Harte Rockmusik und eingängige Melodien. Auf ‚Komet‘ klingt das für mich alles rund und wie aus einem Guss. Es besteht kein Widerspruch zwischen einem catchy Refrain und einer harten Gitarrenline. Auch neue Elemente, wie beispielsweise in ‚Heldengrab‘, die wir ausprobiert haben, fügen sich super ein. X-ti hat einfach dieses unnachahmliche Talent, am Ende alles kompositorisch so zusammenzufügen, dass es unverkennbar nach Megaherz klingt und trotzdem neu. Textlich harmonieren die Songs auch sehr gut. Ob ich über Privates, Emotionales oder auch politische Themen singe, alles trägt diesen Spirit der Veränderung und des Aufbruchs. Es geht um Ängste, die wir alle bereits in unserem Nacken zu spüren glauben, wir klagen den Populismus als das an, was er in meinen Augen ist – eine einfache Lüge, die uns das Leben schönredet, ohne wirkliche Lösungen anzubieten – und hinterfragen vieles, was für uns inzwischen selbstverständlich geworden ist. Wir wollen an den Mut jedes einzelnen appellieren, mehr aus sich und seiner Zukunft zu machen. ‚Komet‘ bedeutet Veränderung und Aufbruch. Fast alles, das mir zurzeit im Alltag oder in den Medien begegnet und mit dem wir uns zu beschäftigen scheinen, wird von der Angst bestimmt. Die meisten blicken eher zurück, statt nach vorn. Doch anstatt mit dem Finger nur auf andere zu zeigen, sollte man lieber bei sich selbst anfangen. Wer sich nicht bewegt, kann auch niemand anderen bewegen. Wer kriegt den Arsch noch hoch? Wer macht den Unterschied?“

Die Frage, von welchen Anhängerschichten der neue Langspieler am meisten abgefeiert werden wird, kontert Lex zunächst mit einer entschlossen formulierten Konkretisierung. „Ich denke, dass es vor allem Fans guter, deutscher Rockmusik lieben werden. Ob es alte oder neue Fans sind, ist dabei doch völlig unwichtig. Entweder magst du Megaherz, oder du magst es nicht. Das war schon immer so. Ich denke, wir haben auf ‚Komet‘ all unsere Tugenden wie unsere Sünden vereint, für die man uns liebt wie hasst. Es gibt auf diesem Album die vielleicht eingängigsten wie härtesten Lieder, die wir je geschrieben haben, und trotzdem ist das kein Widerspruch. Für mich passen die Songs wie die Faust aufs Auge. Das Album packt dich emotional und der Sound ist einfach nur Killer.“

Das Äußere des neuen Werkes und die aktuellen Fotos der Urheber selbst sind optisch betont kosmisch ausgerichtet, was nicht wenig inspirierend zu gewissen Gedankengängen beiträgt.

Die positiv gestimmte und freundliche Einwilligung des Sängers, es diesmal nach Eruierung der grundsätzlichsten Albumfakten auch etwas persönlicher angehen zu lassen, zieht den Diskurs um galaktische Themenkreise nach sich.

Schließlich findet auch ein ganzer Kerl wie Lex es reizvoll, sich mit den Gestirnen zu beschäftigen.

„Nun, ich bin zwar kein versierter Sternengucker. Falls man das vom Titel unseres Albums ableitet, muss ich die Leute enttäuschen. Aber ich kann mich an ein schönes Erlebnis in den Bergen erinnern. Bei einer Nachtwanderung habe ich mich einfach mal in den Schnee gesetzt, die Stille, die Natur und den grandiosen Ausblick aufs Tal genossen. Und natürlich auch den klaren Sternenhimmel. Unsere Städte sind inzwischen so hell beleuchtet, dass man nachts kaum noch einen Stern sieht. Und dort meine ich auch meine letzte Sternschnuppe gesehen zu haben. Zumindest die letzte, an die ich mich erinnern kann. Ich habe mir nichts gewünscht oder irgendwas dabei gedacht. Es war einfach nur ein schöner Moment. Und das war´s auch schon mit meiner Geschichte. Gott sei Dank fiel mir dabei nicht der Himmel auf den Kopf.“

Fachliteratur kündet davon, dass es unzählige Sterne gibt, welche von der Erde aus zwar nachts zu erkennen sind, die aber jedoch seit Millionen von Jahren bereits verlöscht, vergangen, explodiert etc. sind - da das Licht aber immer noch auf dem Weg zu ‚uns‘ ist, sieht man es. Lichtgeschwindigkeit ist 300.000 Kilometer pro Sekunde. Entfernungen jenseits des Vorstellbaren. Da kann man ziemlich schnell schwindelig bei derlei Gedanken, bei so vielen Nullen, die letztlich am Ende der Zahlen stehen. Der Vokalist sagt dazu:

„Da fragt man sich, wie wohl Aliens auf anderen Planeten gerade unsere Sonne sehen? Ist das Licht, das sie erreicht, noch zur Zeit der Dinosaurier abgeschickt worden? Ganz schön verrückt. Bis die erfahren, dass es uns gibt, sind wir wahrscheinlich schon längst Geschichte.“ Die oft zitierte Frage, ob er als Kind Astronaut werden wollte, bringt den Mann zum Grinsen. „Ich wollte Darth Vader werden.“

Gestirne, Sonnensysteme, Galaxien - schnell merkt man, wie limitiert der menschliche Verstand ist, wenn man versucht, sich die ‚Unendlichkeit‘ des Welt-Alls vorzustellen. Lex blüht regelrecht auf bei derlei faszinierenden Erwägungen:

„Unendliche Weiten, ‚Star Trek‘. Oder ‚Star Wars‘. Und gibt es überhaupt einen Gott und wenn ja, wie sieht er aus? Zum Thema Religion denk’ ich mir jedes Mal, wenn es tatsächlich einen Gott gäbe, müsste er sich nicht jeden Tag selbst an den Kopf langen, wenn er sieht, was seine Propheten, zu denen er angeblich irgendwann mal gesprochen hat, aus seinen Worten gemacht haben? Oder was deren Nachfahren alles in seinem Namen tun? Ist es nicht lächerlich zu glauben, eine Allmacht, die das Universum geformt hat, würde sich Gedanken darüber machen, wie eine so winzige, unwichtige Lebensform wie der Mensch, sein Leben und seine Gesellschaft formt? Ich glaube tatsächlich, dass wir unser Leben selbst bestimmen. Das Universum hat uns lediglich den Bruchteil einer Sekunde geschenkt, etwas zu bewirken. Wie wir diesen Zeitraum nutzen, liegt an uns. Kein Gott bestimmt unseren Moralkodex. Den müssen wir selbst festlegen. Und das tun wir ja auch. Mit den Menschenrechten, mit Errungenschaften, die uns über die letzten Jahrhunderte oder Jahrtausende weiter vorangebracht haben. Und dazu zähle ich auch ‚Star Wars‘ und den wunderbaren Gene Roddenberry, Produzent von ‚Star Treck‘ und genialer Visionär. Klar gibt es auch Rückschläge, Kriege, Hungersnöte, Katastrophen und Zerstörungswellen. Doch macht man es sich nicht zu einfach, auch dafür immer einen mysteriösen Gott verantwortlich zu machen oder das Universum? Wenn mir die Unendlichkeit des Universums eines zeigt, dann, dass wir sehr, sehr klein sind und unsere Zeit verdammt kurz. Also, macht was draus!“

Viel wird das ganze Jahr über in den Medien zu dem Kontext erzählt, gelehrt, geforscht und gemutmaßt. Man will schon zum Mars etc., dies aber, ohne zuvor die vielen, gigantischen Probleme auf Mutter Erde bereinigt zu haben.

Der Megaherz-Fronter sieht es ebenso.

„Klar sollte man zuerst zuhause aufräumen, bevor man eine längere ‚Auslandsreise‘ antritt. Sonst kommt man heim und in der eigenen Bude haben es sich die Ratten gemütlich gemacht. Aber ich finde auch Visionen und große Ziele wichtig. Das treibt uns voran. Wenn man sieht, wie zum Beispiel ein Mann wie Elon Musk quasi im Alleingang dank seiner unerschöpflichen Visionen die allmächtige Autoindustrie dazu gezwungen hat, die Vergänglichkeit des Verbrennungsmotors in Betracht zu ziehen und die Elektrifizierung des Autos zu beschließen. Das finde ich schon beeindruckend. Kleine, zaghafte Schritte haben nie die Steine ins Rollen gebracht. Der Traum vom Mars lässt gerade unterschiedlichste Institutionen auf der Erde zusammenarbeiten. Rivalitäten werden für ein höheres Ziel bei Seite geschoben. Dabei entstehen wieder Innovationen, die auch dabei helfen können, die angesprochenen Probleme auf Mutter Erde anzugehen. Es kommt immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Fortschritt ist nichts Negatives. Vor Veränderungen sollte man keine Angst haben.“

Die damalige Mondlandung der USA wird von vielen anhaltend als massenmediales Spektakel mit ‚amerikanischem Allmachtsgedanken‘ gescholten. Dies mag man so glauben oder nicht. Fakt ist allerdings, dass seitdem nie wieder zum Gevatter Mond geflogen wurde beziehungsweise keiner mehr seine Füße auf den betagten Erdtrabanten gesetzt hat. Auch Lex lacht:

„Sie haben wohl nicht genügend Rohstoffe dort gefunden, die der Mühe wert wären, den Trip öfter zu machen. Im Prinzip ging es bei der Mondlandung eher um die eigene Penisgröße, als um wahren Missionarsgeist. Wer hat die dickste Rakete, wer beherrscht den Weltraum, was ist das bessere System? Das Motiv war Mist, aber die Faszination von Milliarden Menschen dafür war und ist ehrlich. Sie lebt weiter und wird nun mit dem Traum von der Besiedelung des Mars befeuert. Klar gibt es dabei auch knallharte, kommerzielle Interessen. Irgendwer muss ja die Rechnung bezahlen, aber ich würde nie die kreative Kraft des Entdeckergeistes oder die visionäre Macht von Träumen unterschätzen. Zu Zeiten von Jules Verne hielten alle die Fahrt zum Mond für Phantasterei. Wir Menschen machen Träume möglich. Neben vielen schlechten Eigenschaften wahrlich eine unserer besten.“

Wenn er Bilder von Raumstationen sieht, die unseren wunderbaren blauen Planeten zeigen, gerät der emotionale Härtebarde ins Schwärmen.

„Einfach nur wunderschön. Ich kann gut verstehen, dass viele Astronauten, wie beispielsweise Neils Armstrong, sich nach diesem Anblick für den Frieden engagierten und einen ganz anderen Blick auf unsere ‚kleinlichen‘ Probleme hier unten haben. Ich würde mir dieses Erlebnis für jeden Menschen wünschen, mich eingeschlossen.“

Am meisten fasziniert den Kehlenkönner und Lyriker ohnehin die Erde.

„Es ist einfach unglaublich, dass inmitten dieses Meeres der Leere und blanker Gesteinsbrocken eine solche Oase des Lebens entstanden ist.“

Eine Einladung zu einer gesponserten Raumfahrt würde Lex daher bereitwillig annehmen.

„Logo. Gibt es ein größeres Abenteuer als den Weltraum? Ich hoffe, ich erlebe noch einen zivilen Flug zum Mars. Aber da müsste ich wahrscheinlich schon sehr, sehr alt werden“, entfährt es ihm unter lauthals einsetzendem Gelächter.

Das weitläufige, umstrittene Thema UFOs - es wäre wohl vermessen, anzunehmen, dass wir Menschen bei der Größe des bekannten beziehungsweise unbekannten Universums annehmen würden, dass wir die ‚Einzigen‘ sind.

Andererseits, warum sollten Außerirdische ausgerecht in New Mexico landen, stranden, fragt man sich. Lex hierzu: „Na ja, vielleicht stehen sie auf Tacos. Aber im Ernst, ich glaube nicht an UFOs. An außerirdisches Leben schon eher. Davon bin ich sogar überzeugt. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Leben so intelligent und so fortgeschritten ist, dass es ausgerechnet uns, wie die Stecknadel im Heuhaufen, aus diesen Milliarden von Sternen findet und dann auch noch über die Technologie verfügt, diese immensen Entfernungen zurückzulegen? Und wenn sie über diese Technologie verfügen würden, würden sie uns dann nicht eher als Ameisen ansehen? Ich steh auf Sci-Fi, aber das ist mir dann doch ‚too much‘.“

Was würden wohl extraterrestrische Besucher denken, wenn sie tatsächlich einen Besuch auf der Erde machen würden, und jemand, den sie per ‚Beaming‘ in ihren Raumkreuzer entführen, würde ihnen die Wahrheit über die negativen Seiten des Homo Sapiens berichten, der sich selbst seit Jahrtausenden bereits im Wege steht und der Mutter Natur schändet, ausplündert und an den eigenen, chemisch produzierten Giften zugrunde geht?

Der Sänger gibt sofort zu, dass bei dieser Frage der Trekkie in ihm getriggert wird. Er grinst: „Eine interessante Frage. Es käme natürlich darauf an, aus welcher Wesensgattung diese extraterrestrischen Besucher hervorgegangen sind. Wir sind ja eher mit den Schimpansen verwandt, die schon ein recht brutales Affenvölkchen sind. Wären unsere Vorfahren die Bonobos, hätte es vielleicht viele Kriege erst gar nicht gegeben. Wer weiß, ob wir dann je unsere Wälder verlassen hätten. Nun, entstammen diese Besucher eher einer pazifistischen Gattung, würden sie uns vermutlich überhaupt nicht verstehen. Da sie aber Pazifisten sind, würden sie uns glaube ich in Ruhe lassen und einfach einen großen Bogen um uns machen. Entstammen unsere Alien-Touristen aber einer kriegerischen Gattung, würden sie uns sehr wohl verstehen und aus Angst, dass wir für sie eine Bedrohung werden könnten, wahrscheinlich sofort vernichten. Vielleicht würden diese Wesen aber auch einfach nur tiefer in uns blicken und eventuell auch unser Potenzial entdecken, denn ich glaube, dass wir Menschen mindestens genauso viele positive wie negative Eigenschaften besitzen. Oder, um es als Trekkie zu sagen, es macht einen Unterschied, ob uns ein Klingone oder ein Vulkanier entdeckt.“

Reizt Lex der Gedanke, auch mal von einem UFO entführt zu werden … vorausgesetzt, ‚sie’ lassen ihn unversehrt zurückkommen?

„Na ja, ich würde mir zumindest mal das Kleingedruckte in dem Reiseticket sehr gut durchlesen. Leider gibt es zu viele Filme, die damit beginnen, das ‚friedliche‘ Aliens einen in ihr Raumschiff einladen und am Ende landet man doch nur auf dem Seziertisch. Und jeder, der die Filme guckt, fragt sich ständig, wie blöd muss man eigentlich sein, in ein fremdes Raumschiff zu Aliens einzusteigen, ohne zu wissen, wohin es eigentlich geht. Das ist so, wie wenn dich deine Eltern ständig warnen, nicht zu Fremden in irgendein Auto einzusteigen. Andererseits könnte es der geilste Trip des Lebens werden. Ich glaub’, ich würde einsteigen.“

Moderne Zeiten, mit der unsäglichen Über-Illumination, mit der ‚Lichtverschmutzung‘ … wie mögen wohl die archaischen Kulturen in der Vorzeit von den Sternen erst fasziniert gewesen sein, die damals wohl um ein Vielfaches heller erstrahlten?

Kein Wunder, dass so vieles Überliefertes und auch die großen Welt-Religionen aus Sternenkonstellationen hervorgingen, oder, Lex?

„Du hast es ja selbst schon gesagt. Die Sterntierkreiszeichen sind die wohl am ältesten, überlieferten Lehren der Menschen, die schon in Mesopotamien und zu Zeiten der Pharaonen die Religionen beeinflussten. Daran sieht man, wie wichtig den Menschen Sonne, Stern und Mond bereits waren. Sie waren und sind die erste und ursprünglichste Lightshow, die unseren Nachthimmel erhellt.“

Was hält der Megaherz-Leader von der ‚schulischen‘ Lehre der Astronomie und vor allem von den damit verknüpften Horoskopen? Der Autor selbst hat es jahrelang belächelt, dass die Sterne den Charakter, das Wesen etc. eines Menschen beeinflussen sollten … bis er irgendwann darüber sinnierte, dass der Mond-Magnetismus Ebbe und Flut auf der Erde steuert. Und da der Mensch zum Großteil aus Wasser besteht … kam er zu der Überzeugung, dass da also zumindest in Sachen Beeinflussung schon etwas dran sein muss.

Lex überlegt kurz dazu … um dann zu Protokoll zu geben: „Astronomie finde ich spannend, die Lehre über den Kosmos lässt viel Raum zum Spekulieren und Philosophieren, kurzum, zum Rumspinnen. Die Astrologie basiert, so viel ich darüber weiß - und das ist nicht sehr viel - auf Sternenbildern, die schon über 2.000 Jahre alt sind. Sollten die Sterne, wie z.B. die Anziehungskraft des Mondes, tatsächlich einen Einfluss auf uns haben, dann müsste man das Sternenbild schon aktualisieren, um mich zu überzeugen. Horoskope sind, meiner Meinung nach, was für Menschen, die unbedingt was Positives über sich lesen wollen. Sie tun nicht weh, aber voran bringen sie dich nicht.“

Glaubt der Frontmann als leidenschaftlicher Denker und Philosoph an so etwas wie ‚Schicksal‘ beziehungsweise ‚Vorherbestimmung‘ und hat sich in seinem Leben - privat oder künstlerisch - etwas ereignet, dass seiner Auffassung nach eindeutig schicksalhaft war oder ist?

„Eine absolute Glaubensfrage. Ich glaube, dass wir alle unser Schicksal selbst bestimmen. Es gibt schicksalhafte Momente in unserem Leben. Aber keine mysteriöse, übergeordnete Macht bestimmt deren Ausgang. Es sind unsere Entscheidungen, die uns zu dem machen, was wir sind. Im Positiven wie im Negativen. Ich glaube allerdings an Karma. Daran, dass unsere Entscheidungen durchaus einen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Also, pass' auf, was du tust, denn irgendwie kommt alles zu dir zurück.“

© Markus Eck, 01.03.2018

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