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Interview: KING SATAN
Titel: Chaos

Dass die Finnen um Sänger und Songwriter King Aleister Satan nicht nur musikalisch, sondern auch visuell stark auf Signifikanz setzen, hat sie seit der 2015er Gründung gehörig nach vorne gebracht.

Nun legt die verflucht originelle Truppe aus Tampere mit ihrem dritten Album „Occult Spiritual Anarchy“ zielsicher zum Industrial Metal-Volltreffer an! 



„Was ich mit ‚Spiritueller Anarchie‘ meine, ist das Zerbrechen der Ketten, die den eigenen Geist versklaven. Es geht nicht um die Abwesenheit von Ordnung und Bedeutung, sondern um die Entwicklung eines eigenen Ordnungssinns und einer eigenen Bedeutung, nachdem die Ketten der vorgegebenen Antworten, Regeln und Verhaltenskodexe für existenzielle Kämpfe gesprengt wurden. Es ist eine Methode und ein Prozess, bei dem man wirklich man selbst werden kann und eine echte Verbindung mit den eigenen Emotionen, der - spirituellen - Erfahrung und der Intelligenz herstellen kann“, lässt der teuflische Frontmann wissen. 


Besagtes war von Anfang an sowieso eines der grundlegenden Themen der gesamten Band, so Aleister.

„Zusammen mit den Lyriken der neuen Songs ‚Clowning Is Serious Business‘ und ‚Spiritual Anarchy‘ ist es eine Art psychologische, philosophische und spirituelle Entsprechung dessen, was politische Anarchie ist - aber dieses Album handelt natürlich nicht von der politischen Anarchie. Es könnte wahrscheinlich als Teil eines Kontinuums verstanden werden, das aus Nietzsches Philosophie - insbesondere der Neubewertung aller Werte - und Chaosmagie, kombiniert mit Satanismus, oder zumindest dem Archetyp des Teufels, der eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielt, entstanden ist.“ 


Der Release weiß mit hochgradigem Material auf allen Ebenen zu begeistern - nach (s)einem ganz speziellen Rezept dafür befragt, offenbart der Zylindermann:

„Am Anfang galt es für mich, herauszufinden, was passiert, wenn ich Einflüsse von The Prodigy, Deicide und Turbonegro kombiniere. Aber dann, als aus dem Soloprojekt eine vollwertige Band wurde, änderte sich die Methode und wurde etwas vielfältiger. Für Außenstehende mag es so aussehen, als hätten wir keine klare Formel, und selbst für meine Bandkollegen sah es zuerst so aus, denn die Formel ist eher eines meiner Mottos, nach dem ich lebe: ‚Chaos ist das Gesetz‘. Ich bin irgendwie der langfristigen Spontaneität verpflichtet! Aber wie auch immer, ich schreibe ständig Texte, komponiere, mache Demos und experimentiere mit Musik, und irgendwann entstehen daraus Muster, und ich sehe einige thematische Konzepte, die mit einigen Texten, Demos und Ästhetik zusammenkommen, und dann binde ich sie zusammen - und so entstehen unsere Alben.“

© Markus Eck, 20.03.2022

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