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Interview: DIABULUS IN MUSICA
Titel: Erweiterter Fokus

Ganz gehörig nach vorne geht es auf dem fünften Album der Spanier. So kehren Diabulus In Musica mit „Euphonic Entropy“ nach einer vierjährigen Pause nicht nur eindringlicher und massiver zurück, sondern erquicken das Symphonic Metal-Herz nun auch mit einer erstaunlichen Vielzahl an packenden Gefühlsausbrüchen.

Nach der Veröffentlichung des 2016er Werkes „Dirge For The Archons“ und der anschließenden Tour hatten primär erst mal die Belange der eigenen Familie Vorrang, wie Sängerin Zuberoa Aznárez zurückblickend berichtet.

„Wie viele mittlerweile wissen, haben ich und unser Keyboarder Gorka Elso geheiratet - und da wir auch hierbei nichts von halben Sachen halten, kam vor einiger Zeit unser zweites Kind zur Welt. Als wir diesen neuen Lebensumstand voll im Griff hatten und uns damit bestmöglich arrangierten, war die Zeit reif für neue Lieder. So ging es sozusagen ‚voller Leben‘ an neues Material.“

Ehemann Gorka stimmt da nur zu gerne freudig mit ein:

„Da wir natürlich dennoch relativ wenig Zeit im Schnitt pro Tag für den Kompositionsprozess zur Verfügung hatten, und wenn, dann auch nur sprunghaft und unregelmäßig, kamen zunächst einmal lediglich viele einzelne Ideen und Fragmente zusammen. Wir arrangierten uns jedoch ganz gut damit und kollektivierten alles, was uns irgendwie brauchbar schien. Und, was wir zuvor so nicht nicht machten, war, dass diverse Ideen eben nicht sogleich zueinander kamen, sondern individuell vorangetrieben und sozusagen ‚isoliert‘ weiterentwickelt wurden. Und genau dieser Umstand brachte es hervor, dass die Songs in ihren jeweilig intensivsten Momenten um einiges kräftiger ins Ohr gehen - war für eine glückliche Fügung!“

Wie Zuberoa ihren Gatten ergänzt und Bezug auf die angehobene emotionale Komponente in den Stücken von „Euphonic Entropy“ nimmt, so ging dies ganz automatisch durch die tief prägenden Entwicklungen in der jungen Familie einher.

„Unsere Kinder in all ihrer unbefangenen Natürlichkeit lassen uns diese Welt natürlich mit ganz anderen Augen sehen, erfassen und wahrnehmen, wofür wir immens dankbar sind. Es ist ein Wunder, dass uns jeden Tag aufs Neue vor Augen führt, worauf es dabei eigentlich ankommt. Dass das Geschenk des Lebens so voller Schönheit ist, unzählige Kontraste bietet und unsagbar spannende Facetten mit sich bringt, war uns früher natürlich schon ziemlich bewusst. Aber den eigentlichen Zugang zum existenziellen Dasein an sich erfährt man wohl nur, wenn man menschliches Leben selbst erzeugt und liebevoll zum ‚Erblühen‘ bringt.“

© Markus Eck, 25.01.2020

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