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Interview: ...AND OCEANS
Titel: Imposante Transformierung

Diese Überraschung ist ihnen gänzlich geglückt! Mit der neuen Veröffentlichung „Cosmic World Mother“ katapultieren sich die Finnen nach ungewöhnlich langer Abwesenheit schlagartig wieder in die obersten Ränge der Gilde.

Symphonisch erhabener, episch bewegender Industrial Black Metal ist nach wie vor ihr Pläsier und …And Oceans machen die lange Wartezeit seit dem 2002er Vorgänger „Cypher“ tatsächlich im Nu vergessen. Wie Gitarrist Timo Kontio in aller Offenheit erzählt, war die Wiederkehr der Band zwar schon länger geplant, doch es sollte noch dauern.

„Ein Grund für die Verzögerung war, dass wir ein bisschen Angst davor hatten, wie es ausgehen würde. Würden wir in der Lage sein, nach so vielen Jahren wieder …And Oceans-würdiges Material zu produzieren? Seit den großartigen Zeiten des Black Metal der 90er Jahre ist ja sehr viel geschehen. Als wir auf diversen Partys die guten alten Songs aus dieser Blütezeit hörten, wurden wir immer wehmütiger im Rückblick auf unsere eigenen Hochzeiten. Dann schließlich, nach einer erfolgreichen Probe, trafen wir irgendwie die Entscheidung, es wenigstens zu versuchen.“

Rasch trudelten nachfolgend die ersten Auftrittsangebote für ein paar ‚Come Back‘-Gigs ein, erinnert sich der Axeman.

„Und diese liefen auch gleich dermaßen gut, dass wir uns spätestens dabei entschieden, auch ein paar neue Sachen zu machen - und hier sind wir nun! Nach 18 Jahren gibt es wieder ein neues Album von uns, fühlt sich ebenso super wie surreal an.“

Mit den sechs neuen Kompositionen erforschen die philosophisch veranlagten Musiker sowohl physische als auch psychische Energien - wozu Sänger Mathias Lillmåns bekennt: „Ich war mein ganzes Leben lang ein nicht-religiöser Mensch, daher liegt ein gewisser Trost in der Tatsache, dass Energie ewig ist. Man kann Energie nie verlieren, sie ändert nur ihre Form, und wir waren immer ein Teil der allumfassenden Energie. Und so werden wir bleiben.“

Auf die aktuelle, globale Krise angesprochen, gibt er sich zunächst lapidar und lässig. „Nun ... ich denke, dass die gegenwärtige Situation in der Welt wirklich für sich selbst spricht. Mehr will ich dazu gar nicht ablassen. An einen gewissen Punkt wird die ‚Kosmische Weltmutter‘ ganz einfach zurückschlagen. Es ist jetzt schon eine schreckliche Zeit, die wir durchmachen.“

© Markus Eck, 20.04.2020

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