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Special: Doro Pesch
Titel: Familiäre Unterstützung

Als prominente Gastsängerin in „Valhalla“ sorgt Energiebündel Doro Pesch für höchst bereichernde Momente, und wie die einzigartige Metal-Queen dazu sagt, hat sie ihren Beitrag mit riesiger Freude eingesungen.

„Ich liebe solche Kooperationen einfach immer schon aus ganzem Herzen heraus! Seit ich damals mit Lemmy das bewegende Duett in ‚Fight The Fire‘ 1998 sang, sehnte ich mich nach vielen weiteren solcher Zusammenkünfte“, lässt die in Düsseldorf geborene und heute in Florida lebende Vorkämpferin mit freudig erregter Stimme wissen.

Als sie gefragt wurde, ob sie für den Feuerschwanz-Song singen möchte, sagte sie sofort zu. „Viele Jahre, ja, mehr als vier Jahrzehnte sind ja nun seit meinen Anfängen damals in den 1980er Jahren vergangen, unzählige schöne Momente, Erfolge, Konzerte, Begegnungen etc. - und ich bin so überglücklich und so immens dankbar, immer noch aktiv und kreativ im Metal dabei sein zu können. Ich lebe daher jeden Tag, als wäre es der letzte - und ich gehe in jeden Tag mit dem Bewusstsein über die Zeit seit meinen ersten Bands Snakebite und Attack.“

Als der Verfasser, der bereits mit dem Warlock-Debütalbum im Walkman auf dem Mofa in sein zweites Lehrjahr zockelte, sie bilanzierend mit einigen markanten und hochgradig verdienstvollen Stationen ihrer musikalischen Laufbahn konfrontiert, bricht sich die Mitteilungsfreude der menschlich vollends natürlich gebliebenen, blonden Röhre vollends Bahn.

„Aber ja, ich möchte Menschen einfach glücklich machen mit meinem Tun, das wird sich auch nicht ändern! Feuerschwanz sind eine sehr positive und außergewöhnlich beständige Band, da musste ich ja einfach mitmachen - und der Song ist insgesamt echt prima geworden. Ich war mega motiviert und sang meinen Teil mit aller Inbrunst ein, das klappte völlig reibungslos - nicht zuletzt auch deswegen, weil mir keinerlei Vorgaben gemacht wurden, ich konnte mich dabei völlig frei entfalten. Und ich denke, das hört man dabei auch deutlich. So habe ich es am liebsten!“

Es erfüllt sie ebenfalls mit Freude, dass das neue Feuerschwanz-Album „Knightclub“ entschlossen für Zusammenhalt und Verbundenheit steht, verkündet eine simultan auch rückblickende Doro fröhlich.

„Als ich als Teenager damals an lebensgefährlicher Tuberkulose erkrankte, war das ein absoluter Wendepunkt in meinem noch jungen Leben. Ich war da länger in einer Art ‚gruseligem Sanatorium‘ untergebracht bzw. eingesperrt, durfte ja nicht raus, während mein damaliger ‚Freundeskreis‘ in Discotheken etc. rumhing. Es war echt wie ein Alptraum für mich. Fast alle wandten sich zu der Zeit von mir ab, wollten nichts mehr mit mir zu tun haben, wegen ‚Ansteckungsgefahr‘ etc. Mich traf dies schwer, es tat einfach so unsagbar weh, als junger Mensch so etwas realisieren zu müssen. Ich kam damit sehr schwer bis gar nicht klar. Als ich dann einige Zeit später erstmals in die Rock- und Metal-Welt eintauchte, in der eine so reizvolle Verschworenheit vorherrschen zu schien, machte ich das gerne zu ‚meiner‘ neuen Welt. Ich werde nie mein erstes selbst besuchtes Konzert vergessen, 15 war ich da, Whitesnake mit meinem Lieblingssänger David Coverdale! Auch die dortige Atmosphäre, völlig unglaublich zu erleben, hat mich schier umgehauen - hier war ich wirklich zuhause, hier wollte ich bleiben. Weil ich so klein war, nahm sich der Soundmann meiner an und ließ mich tatsächlich an einer passenden Stelle auf dem Mischpult stehen, damit ich mehr sehen konnte - das fand ich wirklich superlieb! So viele Leute, und dann auch noch diese herrliche Gemeinschaft - wie in einer riesigen Familie, so etwas prägt einfach zutiefst. Und beim neuen Album von Feuerschwanz fühle ich genau das wieder, es geht nicht nur stilistisch - sie vereinen ja diverse musikalische Elemente in ihrem abwechslungsreichen Sound - um immens wichtige Gemeinschaft!“

Mit gigantischer Freude blickt Doro dem Videodreh für „Valhalla“ entgegen. „Das wird bei euch in Deutschland auf einer Burg sein, mit dem Song entsprechend allem drum und dran, mit Pferden etc. - ich kann es kaum noch erwarten, genau mein Ding! Wir werden da mit einem meiner absoluten Lieblings-Regisseure arbeiten, das wird herrlich großartig.“

Ob sie bei kommenden Feuerschwanz-Gigs 2025 für „Valhalla“ mit auftritt, kann die ebenso weltberühmt gewordene wie genre-übergreifend monumental verehrte Metal-Ikone aktuell nicht sagen. „Yeah, das wäre natürlich total supercool“, begeistert sie sich, „aber für mich doch eher schwierig zu bewerkstelligen - es müsste sich terminlich und regional passend ergeben. Ich bin ja ganzjährig sehr viel unterwegs auf dem gesamten Globus, mit so vielen meiner Projekte, Aktionen, Konzerten, Interviews, etc. Ich hoffe jedenfalls innig, die Band hat viel Erfolg mit dem Album, sie haben es sich so sehr verdient.“

© Markus Eck, 16.05.2025

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