
| Special: | Die 5 lächerlichsten Outfits von Metal-Bands |
| Titel: | Fatale Unterwanderungen der Schamgrenze |
Um nicht nur mit guten Songs aufzufallen, lässt sich ja bekanntlich so einiges anzetteln. Der Erfindungsgeist ist diesbezüglich stark gefragt.
Dabei kommt es erheiternder Weise auch nicht selten zu wirklich arg daneben gehenden Verfehlungen in der Optik. So manche Band verflucht sich jedenfalls auch Jahre später noch selbst für ihre Wahl der kuriosen Staffage.
1. Stryper
(White Metal)
„The yellow and black attack“, ja, so kündigten sie sich früher noch an.
Bekannt geworden sind diese Amerikaner Mitte der 80er Jahre weithin als „Bibel-Rocker“.
Ein Umstand, welcher der zugegebenermaßen doch sehr originell aufgemachten Formation außerhalb der angepeilten christlichen Hörerschaft aber nicht wenig an hämischem Spott einbrachte.
Letzteres lag primär aber eben auch am anfänglich immens unterhaltsamen gelb-schwarzen „Wespen-Outfit“ der betont kommerziell orientierten Gruppe, die rein musikalisch gesehen recht Hörenswertes auf dem Programm hatte.
2. Celtic Frost
(Black Thrash Metal)
Als beinharte, eiskalte und dem Underground verschworene Black Thrasher mit bitterbösem Image und gefährlich bestialischen Inhalten starteten diese Schweizer Vorreiter Mitte der 1980er.
So weit, so fies. Was Celtic Frost aber in Sachen Staffage auf dem Album „Cold Lake“ 1988 zur Schau stellten, das überforderte Fans und Musikmedien doch wirklich ganz massiv.
Dass der Look der damaligen Glam Metal-Größen gerade auch d-i-e-s-e Band infizieren würde, hätte zu der Zeit wohl kein einziger Hörer der eidgenössischen Formation auch nur ansatzweise erwartet.
3. Gwar
(Heavy Metal)
Es ist nicht näher bekannt, welche tragischen Umstände nun eigentlich dazu führten.
Auch nicht, wie viele verzweifelte Stilberater dabei kapitulierten.
Aber 1985 formierte sich in Richmond im US-Bundesstaat Virginia ein bunter Haufen von (Größen)Wahnsinnigen, die sich fortan unter dem Namen Gwar ungeniert anschickten, die restliche Welt zu schockieren.
Oder zum ausschweifenden Lachen zu bringen. Eben ganz nach jeweiliger Sichtweise der Dinge.
Denn mittels schier unglaublicher und bis dato nicht da gewesener Kostümierungen, die noch heute eher an die atom-verseuchten Monster in Endzeit-Filmen aus dieser Dekade erinnerten als an eine Band, sorgten Gwar für Furore. Und was sich über die Jahre mit einer musikalischen Mixtur aus Metal, Punk und Hardrock äußerte, lebt bis heute genau so fort.
4. Mushroomhead
(Nu Metal)
Bereits 1993 ging dieser optisch sehr erheiternde Irrsinn los. Die US-amerikanische Band aus Cleveland, Ohio, eifert dabei, das Image betreffend, bis heute anscheinend ihren Idolen Slipknot nach.
Was Slipknot jedoch erreichten, nämlich, dass bei ihnen einfach niemand wegsehen kann, das wird den Kerlen von Mushroomhead wohl für immer verwehrt bleiben.
Denn ihre Maskerade, vorwiegend die unsäglich bemalten Antlitze, bereiten unweigerlich arge Augenschmerzen.
Erfolgreich sind die Beteiligten dennoch geworden. Denn ihre schräge Mixtur aus Hardcore-Riffs, Techno-Bestandteilen, einer Dosis Rapcore sowie der Mischung aus Rap- und Hardcore-Gesang gefällt tatsächlich nicht wenigen Hörern.
5. Immortal
(Black Metal)
Zurückgehalten haben sich diese unverwüstlichen Norweger Dunkelseelen ja bekanntlich noch nie.
Vor allem, wenn es darum ging, ihr betont heroisches Black Metal-Treiben optisch markant zu untermauern.
Doch Immortal trieben es für das 2002 erschienene Album „Sons Of Northern Darkness“ dermaßen auf die Spitze mit den Bandfotos, dass es weltweit eine ganze Welle an Schmähungen und Parodien im Internet nach sich zog.
Kein Wunder, denn die übertrieben posierenden Beteiligten zeigten sich darauf so, als wollten sie sämtliche Trolle dieser Erde erfolgreich bekriegen.
Ob Hollywood damals bei Immortal angeklingelt hat, blieb offen.
Allzu selten hat eine Kapelle aus diesem Bereich wohl die Meinung der Massen so gegensätzlich polarisiert.
© Markus Eck, 21.12.2011
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