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Band: THYRFING
Titel: Valdr Galga
Genre: Viking Black Metal
Label: Hammerheart
Format: Album CD
Punkte: 10 / 10

Ein mitreißender Nachfolger ihres vorangegangenen selbst betitelten Debütalbums ist den schwedischen Drachenboot-Fahrern um Sänger Thomas Väänänen mit diesem Silberteller gelungen. Schon das ein Jahr zuvor veröffentlichte Studioalbum „Thyrfing“ bestach mich durch eine geradezu monumentale und überaus bombastische Aura sowie beinahe erdrückende musikalische Qualität.

Und „Valdr Galga“ setzt da stellenweise glatt noch eins drauf. War der Vorgänger noch begeisternd brachial rumpelnd, wirkt hier nun alles irgendwie durchdachter und feiner. Den restlos begeisternden Opener „Storms Of Asgard“, welcher der martialischen Introduktion „Heading For The Golden Hall“ folgt, sollte man unbedingt gehört haben. Beängstigend gut. Doch auch im Folgenden reiht sich Wikinger-Superhit an Wikinger-Superhit, alles mit sehr gut nachvollziehbaren Songaufbauten und kraftvollster Vokalisierung.

Also oberbrillanter und massiv melodischer Viking Black Metal, welcher zuvor in dieser grandiosen Art der Darbietung überhaupt noch nicht zu vernehmen war. Thyrfing haben den bereits mit ihrem Erstwerk gefundenen kriegerischen Stil, welcher vom Fleck weg einen völlig neuen Richtwert definierte, für dieses Album noch einmal verfeinert und in fast schon nicht mehr nachzuvollziehender Art zu absoluter Vollendung perfektioniert.

Einer Zeitmaschine gleich erfolgt hier auf „Valdr Galga“ die musikalisch atemberaubend umgesetzte Transformation des Hörers in die durch Schwerter klirrende Ära der stolzen, naturverbundenen und furchtlosen nordischen Seefahrer. Thyrfing vermitteln auch hier heldenhafte und raue Romantik, der man nur zu gerne nachhängt und welche in der heutigen Gegenwart leider nahezu unauffindbar geworden ist. Gekrönt ist die Veröffentlichung durch ein überragendes Frontcover-Gemälde Verwimp´s, welches natürlich wieder von vielen oberkorrekten und auf dem hohen Ross sitzenden Rezensenten pflichtschuldig als infantil tituliert wird.

Für jeden dieser Musikrichtung fanatisch frönenden Liebhaber stellt dieses Gemälde jedoch die kongeniale visuelle Umsetzung der von unseren Helden verarbeiteten nordisch-heidnischen Historie dar. Ein weiteres Mal offenbart sich damit die große grafische Klasse von Kris Verwimp, der seine künstlerische Berufung spätestens hier mit „Valdr Galga“ endgültig gefunden zu haben scheint.

Unbedingt hervorzuheben sind die bravourös in den mächtigen Sound integrierten Keyboard-Fontänen, stellenweise wie pompöse Fanfaren erklingend, welche als voll- und gleichwertige Instrumente neben den massiven Gitarrenriffs zum Tragen kommen. Tolle Tastenkünste also, die dem ohnehin kreativ schier überschäumenden Klangkonstrukt von Thyrfing auf „Valdr Galga“ die formvollendete orchestrale Veredelung ermöglichen.

Denn diese Keyboards erschaffen in reibungslos ineinander fließender Verquickung mit dem turmhohen, tragend-harten Saiten-Sound eine imaginäre Leinwand vor dem geistigen Auge, auf der tosende (See)Schlachten ablaufen. Ein dem gesamten Genre neue und relevante Impulse gebendes Meisterwerk an epischstem und betörendem Nordmann-Metal gelang dieser abartig talentierten Formation, in der die Bandchemie wie selten zu stimmen scheint, mit „Valdr Galga“.

© Markus Eck, 10.12.1999

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10 • Timeless perfection
9 • Impressing awesomeness
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5 • Uninspiring mediocrity
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2 • Terrible impertinence
1 • Superfluous futility
0 • Painful ear-torture

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