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Band: SKYCONQUEROR
Titel: Under The Pentagram
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenpressung
Format: Album CD
Punkte: 8 / 10

100 % authentisch wirkenden und vor allem außergewöhnlich beseelten Heavy Metal mit tiefgründiger traditioneller Prägung zelebrieren diese vielfach gefestigten Überzeugungstäter auf ihrem zweiten Album „Under The Pentagram“. Sehr gut ausgewählter Plattentitel, mit willkommen okkultem Beigeschmack, so gehört sich das!

Schon als ich das kultige Plattencover mit dem eigenwilligen Logo und den, zu einem Pentagramm - mit der Spitze nach unten, jawoll! - übereinander gelegten Klampfen erblickte, wusste ich völlig intuitiv, es hierbei mit etwas äußerst Angenehmen zu tun zu haben. 



Der Vorgänger „Hellstory“ erschien 2008. Allerhöchste Zeit schien es also für einen ebenso amtlichen wie saftigen Nachschlag! Doch so konnten die aktuellen Nummern in aller nötigen Ruhe bis zur heutigen hohen Klasse ausreifen. Und die 1996 gegründete Individualistenformation aus dem Münsterland macht das lange Warten bei ihren bereits vorhandenen Insider-Fans mit einem Schlag garantiert gänzlich vergessen. Denn die allesamt ergötzlich teutonisch herausgehauenen Kompositionen können mich auf ganzer Linie glaubwürdig und nachhaltig überzeugen.

Die mit interessanten Lyrics versehenen zehn Songs plus dem sehr stimmigem Outro „Blade Of Black“ lösen hier nun schon seit Tagen wonnige Genussgefühle aus. Dass die vier beteiligten Musiker allesamt keine naiven Jünglinge mehr sind, hört man deutlich.

Auf 47 Minuten erstreckt sich der maskuline Output des immens sympathischen Vierers. Starke NWOBHM-Querverweise durchziehen das ganze Songmaterial. Sänger Daniel Hiller vokalisiert mit vollauf spürbarer Hingabe, umfangreiches Können verpflichtet eben auch vielfach. Seine herrlich natürlich belassene Stimme röhrt markant, eindringlich und oftmals so beschwörend inbrünstig, dass Skyconqueror mir repetetiv durch sämtliche Poren meiner dabei entstehenden Gänsehaut dringen können.


Ein wohltuender Accept-Einschlag zeichnet diverse Songknüller auf „Under The Pentagram“ aus, doch so markant und so flüssig wie im wunderbar heroischen „Bells Of Fate“ hört man das selten heraus. Die bestens aufeinander eingespielte Gruppe biedert sich allerdings keinesfalls bei den Solinger Idolen an, Eigenständigkeit ist für Skyconqueror stets Trumpf. Vielmehr geht es auf „Under The Pentagram“ bar jederlei artifiziellen Inszenierung zu, ohne Schielen nach Trends und es fühlt sich für mich einfach erhebend famos an, da dabei sein zu dürfen! 


Nicht selten erinnert mich das melodisch akzentuierte und emotional clever nuancierte Saitenspiel von Jan Tappert an Saxon auf ihrem ewigen Klassiker „Denim And Leather“. Tapperts beachtlich messerscharfes Riffing wird mir ab jetzt im Küchenhaushalt eine wertvolle Hilfe sein, so gut wurde im deutschen Heavy Metal selten geschnitten. 


Überhaupt, die ganze Scheibe hätte auch locker in den frühen 80ern erscheinen können, mit ihrer gänzlich zeitlosen Präsenz und ihrer klassisch schwermetallischen Gesamterscheinung. Eine rundum empfehlenswerte Veröffentlichung für viele Umstände und Lebenssituationen, Freude bis ins Innerste macht sie mir immer.

© Markus Eck, 11.07.2014

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All Copyrights for front-cover art reserved by its Respective Owners.

Rating scale:
10 • Timeless perfection.
9 • Impressing awesomeness.
8 • Great performance.
7 • Solid stability.
6 • Decent try.
5 • Uninspiring mediocrity.
4 • Failed presentation.
3 • Insubordinate badness.
2 • Terrible impertinence.
1 • Superfluous futility.
0 • Painful ear-torture.

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