
| Band: | DARKSIDE |
| Titel: | Prayers In Doomsday |
| Genre: | Power Thrash Metal |
| Label: | Eigenpressung |
| Format: | Album CD |
| Punkte: | 8 / 10 |
Die abartige Inbrunst dieser prächtig zügellosen Brasilianer kann einfach nur noch anstecken. Der fünfköpfige Haufen ist damit ein alles überstrahlender Stern am Firmament ballernder rhythmischer Leidenschaften. Bereits seit 1991 sind Darkside am Start, vom Rest der Welt bislang relativ unbeachtet.
Das aktuelle Debütalbum „Prayers In Doomsday“ folgt ihren fünf Demos nach, die bis ins Jahr 2004 unter geneigte Rezipienten gebracht wurden. Dann hielten die Jungs wohl die eigene Pause nicht mehr aus und es sollte endlich soweit sein. Ganze 22 Jahre für ein offizielles Debütalbum? Nun, die Schnellsten sind sie auf dieser Ebene nicht. Geradezu gegenteilig verhält es sich jedoch hinsichtlich Song-Geschwindigkeiten und spieltechnischem Vermögen, denn in dieser Disziplin überholt das Quintett um den fähigen Shouter Alexandre „Alex“ Eiras so einige Konkurrenten.
2012 veröffentlicht, manifestiert diese hörenswerte Scheibe mit ihren acht homogenen Liedern die glühenden Leidenschaften der Urheber für die goldene Genre-Zeit der 80er Jahre. Letzteres bemerkt man glücklicherweise vor allem auch daran, dass Frontmann Alex die Nummern im wahrsten Sinne des Wortes besingt. Denn dies tut er, ohne sich in mittlerweile im Thrash leider vorherrschendes, völlig gesichtsloses Grölen und stinklangweiliges Growl-Schrei-Gemenge zu versteigen. So einigen Reiz erhält der empfehlenswerte Riesenprügel-voll-aufs-Ohr-Sound der Truppe also durch die immer wiederkehrenden, auflockernd klaren und vor allem hohen Kehlenpassagen des Vokalisten.
Gesamtthematisch ist das Ganze den gezielt sozialkritischen Intentionen der deutschen Genre-Kollegen Headhunter nicht unähnlich, und so eröffnen Darkside-Titel wie beispielsweise „Sacrificed Parasites“, „Anticitizen One“ oder „Born For War“ die lyrischen Hintergründe der Macher doch relativ unmissverständlich. „Prayers In Doomsday“ stellt die Band insgesamt sowieso als ziemlich versierte und auch zweifellos nicht wenig begabte Folterknechte der Trommelfelle dar, die einfach spritzig frische und betont traditionelle Thrash Metal-Mucke mit höchstem Old School-Faktor zu spielen verstehen. Die kollektive Liebe der Formation zum klassischen Heavy- und Power Metal blitzt auch zuweilen labend markant durch.
Als eigenes Markenzeichen sollte sich der grimmige Fünfer die sofortige Freisetzung der Energie und Dynamik seiner Musik beim Ministerium für internationale Thrash-Belange eintragen lassen. Viele subtile Melodienbögen werden zudem ständig von der aus Tales Groo und Helder Jackson bestehenden Gitarrenbrigade errichtet, die erfreulich gut zum frenetisch gerifften Gesamtgeschehen passen. Die durchgehend bestens nachvollziehbare Präzision in ihrem akustischen Bombardement, mit der Darkside vorgehen, kann zusätzliche Pluspunkte aufs gemeinsame Habenkonto buchen. Und dabei steht auch Trommel-Rabauke Richardson Lucena nicht im Geringsten nach. Unerwartet ausgefeiltes Drumming findet deswegen in allen Kompositionen ergiebig produktive Entsprechung.
Die handwerklich hochgradig soliden Stücke der brasilianischen Vollstrecker erschallen zudem in respektabler Qualität. Eine weitere Tatsache, welche hierbei sehr für Darkside spricht und welche dieser Gesandtschaft der schwermetallischen Inquisition zentnerschwere Boni zuschanzen kann. 1988 erwarb ich eine Vinyl-LP der kanadischen Power Thrasher Savage Steel mit dem Titel „Do Or Die“, die ich damals schlagartig ins Herz schloss. Und an deren prägnanten Stil wissen mich Darkside mit ihrem schweißtreibenden Output teils wunderbar zu erinnern, wofür ich der Meute als passionierter Nostalgiker sehr dankbar bin.
Auch noch mit augenfreundlich detailreichem Frontcover sowie allen Songtexten im Booklet versehen, kann diesem herzblütig inszenierten Thrash-Paukenschlag der furiosen Kapelle mühelos internationale Konkurrenzfähigkeit bescheinigt werden. So lässt mich „Prayers In Doomsday“ also definitiv die nötige Power aus sich herausholen, um vielen asozial gewordenen Zeitgenossen und den damit verbundenen repetitiven Widrigkeiten im zwischenmenschlichem Bereich höchst erfolgreich zu trotzen.
© Markus Eck, 14.03.2013
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