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Interview: TRACEDAWN
Titel: Taufrisch

Direkt in und auch um Helsinki herum residieren die sechs Mitglieder dieser jungen finnischen Hoffnung in Sachen Modern Melodic Dark Metal.

Zusammengefunden haben die Beteiligten nach und nach im Laufe des Jahres 2006, nachdem der ambitionierte Gitarren-Freak Tuomas Yli-Jaskari diverse Kontaktanzeigen zur Gründung einer Band aufgab. Auch Sänger Antti Lappalainen stieß irgendwann zu dieser tollen Truppe, und auf dem aktuellen selbstbetitelten Debütalbum, einer grandios erfrischenden Scheibe, kann der der 1989 Geborene seine vielfältigen Vokalstärken vollauf präsentieren.

„Die vielen guten Melodien auf dem Album stammen aus den Händen von Tuomas, und das hat er wirklich verdammt gut drauf! Wir sind allesamt immens froh, mit ihm überhaupt zusammen solcherlei Musik machen zu können“, entgegnet der in solcherlei Interviews noch hörbar recht ungeübte Kehlenkönner Lappalainen, welcher sich laut eigener Aussage noch sehr schwer tut, Außenstehenden die eigene Kunst adäquat zu beschreiben.

Der 19-jährige Skandinavier fügt dazu anschließend noch an:

„Jeder Song braucht bei uns seine individuelle Zeit, um zu entstehen. Der Kompositionsprozess zu diesem oder jenem Lied kann daher nicht verallgemeinert dargestellt werden. Bei Tracedawn läuft das ohnehin ständig aufs Neue verschieden ab, wir sind in dieser Hinsicht wohl eine ziemlich spontane Band. Was jedoch nicht heißen soll, dass wir superfleißige Komponisten sind – denn eigentlich sind wir in der Regel zugegebenermaßen sehr faul. Man kann dazu auch sagen, dass wir halt immer mit dem günstigsten Wind segeln“, gibt er lachend und mit mit liebenswerter Schüchternheit preis.

Wir gehen im Weiteren zum Themenkontext der inspirativen Einflüsse über, welcher bei solcherart vielfältig gespielter und überaus ideenreicher Stilistik wie der von Tracedawn bestimmt riesig sein muss.

Der Gesangskünstler hat jedoch auch hier merkbar Mühe, sich entsprechend informativ beziehungsweise spezifisch zu vermitteln:

„Eigentlich inspiriert uns alles auf irgendeine Art und Weise, was um uns herum passiert. Etwas Spezielles kann ich dazu auf die Schnelle gar nicht nennen; außer, dass ich alles, was ich mag, für Tracedawn verarbeite. Wir sind sechs gute Freunde, auch außerhalb der Band, und da sprechen wir eben über unzählige Dinge, die uns nahegehen.“

Ehrensache, dass solcherlei halbgare Infos hier nicht ausreichen, da muss der Junge noch mal ran, und so geht er gezwungenermaßen ein wenig in die Tiefe:

„Ich versuchte mich unter anderem beispielsweise auch an einem Songtext über politische Diktatur, welcher in den Track `Justice For None` einfloss. Hierfür war mir wichtig, zu diesem sozialkritischen Zusammenhang auch eine kleine Botschaft an die Hörer aussenden zu wollen, die zum Nachdenken anregt.“

Und dass seine Lieblingsbands einerseits Killswitch Engage und auf der anderen Seite Stratovarius sind, verwundert einen beim Hören von „Tracedawn“ nicht im Geringsten. Wir erfahren dahingehend noch von Antti:

„Ansonsten bin ich auch noch ein großer Fan der Death Metal-Meister Vital Remains. Aber ich kenne da sowieso keine Limits, ich höre mir alles an was mir irgendwie gefällt.“

© Markus Eck, 09.07.2008

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