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Interview: HORIZON
Titel: Klassische Impressionen

Horizon sind veröffentlichungsmäßig brandneu am Start und können den Verfasser gleich restlos begeistern.

Denn das gleichermaßen eingängige wie ausgefeilte Songmaterial dieser multikulturellen Symphonic Hardrocker ist von wahrlich sensationeller Qualität. Diese wirklich prächtige Band und ihr – für ein Debütalbum schon außerordentlich gut gelungenes – Erstwerk „The Sky's The Limit“ lassen manch reumütige Erinnerungen an die allerbesten Tage des alten Schweden Yngwie Malmsteen aufkommen.

Was sich auf „The Sky's The Limit“ nicht nur im bravourösen und hervorragend akzentuierten, versierten Gitarrenspiel von Saitenvirtuose Patrick Hemer äußert, welcher auch noch gleich die wohlklingend harmonischen Leadvocals übernommen hat. Patrick ist sehr verspielt und er spielt hier mit seiner sechssaitigen Freundin ein wollüstig orgiastisches Spiel von geradezu überschäumender Leidenschaft.

Man muss es einfach gehört haben, um es zu glauben. Ein echter und begnadeter Könner, wie es ihn unter Tausenden wohl nur einmal gibt.

Nachfolgend lässt er mich hinter die standfesten Kulissen seines Quartetts blicken.

„Horizon bestehen neben mir aus Vinnie Angelo, welcher die Keyboards übernommen hat, Bruno J. Frank, der als Tieftöner fungiert sowie aus unserem Trommler Krissy Friedrich. Alle vier involvierten Musiker singen ebenfalls die Background-vocals. In dieser Besetzung wurde jedenfalls `The Sky's The Limit` aufgenommen.“

Doch sind laut weiterer Aussage von Patrick schon bald Veränderungen bei Horizon geplant, um denselben musikalisch zu erweitern:

„Ja, denn wir suchen derzeit auch einen neuen Sänger, um als Quintett weiter zu machen. Auf den vorhergehenden Demos fungierte ich als Sänger, was auch sehr gut klappte. So sang ich die Vokals auf dem Debüt auch deswegen ein, weil mir die Leute nach den Demos einen geilen Stimmklang diagnostizierten und weil wir so nicht noch unnötig lange nach einem geeigneten Shouter suchen mussten. Wir wollten einfach die geschriebenen Stücke in die Tat umsetzen, ohne der Kreativität abträgliche Zeit zu verlieren. Nun benötigen wir wirklich einen neuen Sänger, denn es wird verdammt hart für mich, auf der Bühne Gitarre zu spielen und gleichzeitig zu singen. Mein Gitarrenspiel ist für uns von außerordentlicher Wichtigkeit und ich möchte mich live voll darauf konzentrieren können!“

Das ist zu 100 % nachvollziehbar. Der Gitarrist sieht so auch beim Komponieren neue Möglichkeiten für sich: „Ich könnte dann beim zukünftigen Songwriting ganz anders vorgehen, weil ich später ausschließlich für meine Gitarren-Parts zuständig bin und die Melodielinien so aufgrund dieser im meinem Kopf vorherrschenden Tatsache vorher um einiges besser anlegen kann.“

Horizon sind wie erwähnt eine aus verschiedenen Ländern zusammengewürfelte Formation und dort wirken sehr erfahrene Musiker. Patrick:

„Ich kenne Krissy schon eine halbe Ewigkeit. Wir beide haben zusammen schon an den verschiedensten musikalischen Projekten gearbeitet. Gleichzeitig sind wir dicke Freunde, die sich auch privat sehr viel zu sagen haben. Das ist auch sehr wichtig, denn da die Horizon-Members aus Deutschland, Frankreich und auch Italien kommen und wir alle nicht zusammen leben, müssen wir einen guten künstlerischen Draht zueinander haben. Sonst würde es nicht funktionieren.“

Der professionell arbeitende Vierer hat aber kein Problem mit der eher ungünstigen geografischen Lage. „Durch die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ist das problemlos zu bewältigen. E-Mail, Internet und Handy erweisen sich da schon von einiger förderlicher Relevanz.“

Drummer Krissy verfügt zudem über ein eigenes Studio, wie noch herauszukriegen ist. „Ja, 1998 beendete er die Arbeiten an seinem eigenen hauseigenen Aufnahmestudio und schnell kam die Idee auf, einer eigenen Band Leben einzuhauchen. Wir warteten aber solange damit, bis das Studio restlos fertig war; wir wollten die Songs für das aktuelle Album in aller Ruhe aufnehmen. Denn Stress hatten wir sowieso schon genug mit all den anderen Sachen um uns herum. Nein, diese Band und ihre Stücke sollten in aller Ruhe reifen. Schließlich sind wir große Perfektionisten.“ Das kann man anhand der 13 neuen Tracks auf „The Sky's The Limit“ auch beileibe nicht von der Hand weisen.

© Markus Eck, 02.03.2002

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