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Interview: CHIMAIRA
Titel: Spieltechnische Neuausrichtung

Nicht gerade wenig in Sachen Bandbesetzung und organisatorische Neuausrichtung seiner Truppe hatte Chimaira-Anführer und Vokalist Mark Hunter in der letzten Zeit zu regeln.

Doch all die Neuerungen nach dem 2011er Album „The Age Of Hell“ bewältigte der anhaltend sympathische Frontmann bestens, wie das neue Album „Crown Of Phantoms“ aufzeigen kann. Mit den drei frischesten Neuzugängen an der Gitarrenfront, Lead-Gitarrist Emil Werstler, Gitarrist Matt Szlachta und Tieftöner Jeremy Creamer inszenieren Chimaira nämlich die pure thrashige Metalcore-Hölle!



„Ja, das stimmt, es ist wirklich ein sehr dynamisches Album geworden, extrem druckvoll dazu, ich sehe das ebenso. Insgesamt haben wir ein aggressives, ein extrem schweres Metal-Werk geschaffen. ,Crown Of Phantoms‘ ist sehr aufregend geworden, die Scheibe bietet den Hörern dazu eine Vielzahl an technischen Raffinessen. Auch haben wir sehr spezielle Texte und Themen in den neuen Lyriken realisieren können. Ich bin der Überzeugung, unsere neue Veröffentlichung bietet eigentlich für jeden Metal-Fan etwas“, freut sich Mark hinsichtlich der abgeschlossenen Arbeiten am neuesten Mörderteller.

„Klar werden nicht jedem da draußen alle Songs der aktuellen Platte gefallen, aber einer oder zwei aus der Trackliste wird ganz sicherlich sehr vielen neben unseren treuen Fans gut reinlaufen“, ist sich der Mann sicher.

Und dabei wirkt die beständige Band aus Clevenland, Ohio, tatsächlich bereits dermaßen gut aufeinander eingespielt, als wären sie jeher eng zusammen am Wüten. Richtig glücklich zeigt sich Mark daher auch über die getroffene Wahl seiner jüngst ins Boot geholten Mitmusiker.

„Mit das Beste an ihnen ist neben ihrem absolut souveränen Spiel, dass sie nicht nur einfach das Kompositorische technisch bestens umsetzen, sondern dass dabei auch völlig eigene und individuelle Noten gesetzt werden. Und das ist mir sehr wichtig.“

Schnelligkeit und Präzision, so Mark weiter, sind dabei für ihn das eine, Charisma ist das andere.

„Und wir haben nun beides! Die Zusammenarbeit mit den Gitarristen ist ein riesiges Vergnügen für mich. Es gab ja Zeiten in der Band, in denen ein Gitarrenlehrer einige Stunden gebraucht hat, um das Erwünschte erstmal zu vermitteln. Das ist nun vorbei, worüber ich froh bin. Mich fasziniert es auch immer wieder hochgradig, unserem Drummer Austin D’Amond zuzusehen, wenn er in aufgebrachter Rage auf sein Schlagzeug einprügelt. Es sieht für mich so aus, als würde er jemand umbringen. Trotzdem geht im alles glatt und lässig von der Hand. So mag ich das.“

© Markus Eck, 20.07.2013

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