SPETÄLSK

„Perverted Commandment“

(Northern Silence) 7/10

Vollkommen entfesselten Old School Satanic Black Metal von hochaggressiven Graden brettert dieses schwedische Kommando aus Norrköping herunter. Das Jahr 2000 sah die Gründung der Band, nun debütieren sie ganz offiziell. Mit dem vorliegenden Minialbum „Perverted Commandment“, der Titel darf getrost wörtlich genommen werden, haut euch das hämische Terror-Trio vier abscheulich grausam zuschlagende Schwarzmetallkeulen um die dreckigen Lauscher, dass euch das krustige Ohrenschmalz so ergiebig herausbröckelt wie aus einer Kohlenmiene. Der Bandname bedeutet im Schwedischen soviel wie „Lepra“, na, alles Klar jetzt? In der gestrengen unheiligen Tradition von alten blasphemischen skandinavischen Legenden erbrechen die drei Schweden ihre jederzeit hochintensiven Tracks. Und gleich der abartig entmenscht anmutende Opener „Your Soul I Will Torture For All Eternity” zeigt in erzgrimmiger Weise auf, wo es hier lang geht: Direkt in die Hölle. SPETÄLSK spendieren den Freifahrschein. Auffallend ist vor allem die Abfolge der Riffs – blitzsauber gespielt und dabei auch jederzeit sehr gut nachvollziehbar. Das stellenweise auch hyperschnelle Drumming von Schlagwerker Endymion mischt sich da mit einer geradezu unerhörten Aufdringlichkeit dazu, sich vor manischem Mitteilungsdrang und unstillbarer Rhythmussucht beinahe des Öfteren überschlagend. Nach circa 20 Minuten ist der bitterböse Spuk vorüber, doch das will man als höriger Schwarzwurzel-Purist gleich noch mal erleben, jede Wette.

 

Markus Eck