SEPTIC FLESH
„Communion“
(Season Of Mist) 7/10
Eigentlich damals gegen Ende 2003 aufgelöst, konnten diese griechischen Genre-Veteranen einfach nicht von ihrer allerliebsten Beschäftigung lassen: Nämlich okkultthematischen und hochatmosphärischen Death Metal herzustellen. Schwerstmetallische Geschichtsschreiber überliefern das Gründungsdatum dieser konspirativen Gesandtschaft auf 1990, und einige Jahre lang zählten Septic Flesh auch zu den originellsten und besten Vertretern dieser Gattung. Diese unheilige „Communion“ nun ist das Comeback-Album der von den Toten auferstandenen hellenischen Helden, und ganz egal ob der Horde selbst ihr doch sehr limitierend wirkender Bandname noch gefällt oder nicht, der neue Orakeldiskus wird nicht wenigen Hörer ziemlich gut gefallen. Aufgenommen im schwedischen Fredmann Studio, knallt der mit erhebend bombastischen Chorälen und hochdramatischen Epik-Passagen massiv ausarrangierte Silberteller mit hoher Wucht zwischen die Gehörknöchelchen. Viel geändert hat sich nicht im stilistischen Konstrukt des Dunkelesoteriker-Ensembles, welches sich im April 2007 wieder zusammengerauft hatte: Noch immer gehen Septic Flesh mit allerlei symbolschwangeren Klangelementen vor, welche feierlich auf knallharte Stromgitarren-Schübe und stampfend rigide Rhythmen aufgesteckt werden. Thematisch dreht sich die neue Dämonenbeschwörer-Gruftplatte der reinkarnierten Todesdiener um allerlei Mystizismen, was Liedertitel wie beispielsweise „Lovecraft´s Death”, „Anubis” und „Babel´s Gate” verdeutlichen.

 

© Markus Eck

(03.03.2008)