SAMMATH
„Dodengang“
(Folter) 6/10
„Dodengang“ ist bereits das dritte Vollzeitwerk, welches unter diesem Bandnamen
veröffentlicht wird, ohne das Sammath bisher groß bekannt geworden
sind. Der Grund für Letzteres? Nun, die harsche Black Metal-Mucke der einst
1994 in den Niederlanden gegründeten Blutrausch-Truppe ist beziehungsweise
war eben bisher überhaupt nichts Besonderes. Auch der neue teuflische Erguss
bietet einen hochprozentigen Cocktail aus den härtesten Zutaten, welche
das gewählte Genre hergibt. Die Gruppe stilisiert die überwiegend
bewusst gewählte Profanität der Instrumentalisierungen ihrer Kompositionen
zur eigenen Reinkultur hinauf. Somit ist die aktuelle Scheibe wirklich nur Anhängern
härtester Schwarzmetallmusik zu empfehlen; alle anderen sollten lieber
die Finger beziehungsweise Ohren davon lassen. Die zielgenau anvisierte Klientel
grenzenloser Hassfanatiker wird jedoch bestimmt bestens mit dieser fast schon
als akustischer Terroranschlag zu titulierenden Veröffentlichung bedient.
Mittels zahlloser in Schallgeschwindigkeit herunter geratterter Trommelwirbel,
bis zum obersten Limit malträtierter Gitarren und einem bitterböse
intonierten „Gesang“ – ein soeben abgestochenes Schwein klingt dagegen recht
niedlich – sind die acht Stücke auf „Dodengang“ beim besten Willen nicht
mehr an Morbidität und Grausamkeit zu steigern. Trotzdem nach Abwechslung
in den Songstrukturen zu suchen, ist aber hier beileibe nicht von vornherein
sinnlos. Denn es gibt welche. Und sogar einige feine Melodien mit ausgeprägtem
Wiedererkennungswert. Die bisher beste Sammath-Scheibe, eindeutig.
© Markus Eck
(13.01.2007)