SOULGRIND

Into The Dark Vales Of Death”

(Holy) 9/10

Obwohl dieses grandiose finnische Extrem-Ensemble schon seit ganzen zehn Jahren besteht, haben Soulgrind bisher leider noch nicht mal ansatzweise die ihrer hocheigenständigen Faszinationsmusik zustehende Aufmerksamkeit bekommen. Dabei hätte gerade ihr letztes Werk, das 2001er Album „Elixir Mystica“ ebensolche mehr als verdient, denn die darauf hochkultivierte Klangmischung der Band, bestehend aus Death, Black, Pagan, Doom und Gothic Metal-Elementen weiß unbändigen Reiz zu erzeugen. Es enthielt hingebungsvolle Nachtmusik, mit großem Einfallsreichtum und spielfreudiger Instrumentalisierung inszeniert. Auf ihrem sechsten Studioalbum „Into The Dark Vales Of Death” verarbeiten die Dunkelgestalten um Bandgründer und Bandboss Lord Heikinnen nun erneut eine breite Vielfalt an den erwähnten stilistischen Gestaltungsmitteln. „Into The Dark Vales Of Death”, dieses enorm abwechslungsreiche und kraftvoll intonierte Meisterwerk melodischen Dunkelstahls enthält düsterstes Material, welchem mit tonnenschweren Gitarrenriffs und pulsierendem Schlagzeugspiel diabolisches Eigenleben eingehaucht wurde. Diese Kriterien erfahren durch den druckvollen Endmix (Finnvox Studios) von Mika Jussila noch zusätzliche Bedeutung. Soulgrind können als eine der unterbewertetsten Ausnahmebands des gesamten Genres kategorisiert werden. Selten zuvor wurde morbide nächtliche Liedschönheit einnehmender inszeniert, selten eine dermaßen verzweifelt klingende Oper der Verdammnis vernommen.

 

Markus Eck