
| Band: | PHILM |
| Titel: | Harmonic |
| Genre: | Experimental Post Rock |
| Label: | Ipecac |
| Format: | Album CD |
| Punkte: | 7 / 10 |
Der Plattentitel ist von diesem illustren Instrumentalisten-Trio aus Los Angeles tatsächlich vollauf ernst gemeint, auch wenn das überwiegende Songmaterial zunächst mal doch eher disharmonisch anmutet. Schneller kommt man dahinter, um was es hier auf musikalischem Sektor tatsächlich geht, wenn man weiß, dass Gerry Nestler von Civil Defiance und Dave Lombardo von Slayer mit von der experimentellen Partie sind. Echte Kenner von Lombardos Vorlieben wissen, dass er über die Jahre beileibe nicht nur dem Thrash-Kult frönt. So sind auch diverse Jazz-, Psychedelic-, Ambient- und sogar Trance-Nuancen (!) in den wirklich giga-eigenständigen Philm-Vortrag hinein verzahnt worden.
Progressiv agierende Bands gibt es im Rock- und Metal-Bereich ja massenhaft, doch Philm ragen mit dieser Veröffentlichung wirklich komplett und auch noch turmhoch heraus. Die ersten drei Nummern sind ziemlich verstörende und konfus anmutende Hartbolzen, dann geht es verträumt und entrückend weiter. Der betont experimentelle Post Rock-Sound auf vorliegendem Debütalbum ist gerade in den sanften Passagen dermaßen visionär, dass es echt schier grenzenlos anmutet. Eine faszinierend intime künstlerische Offenbarung von außergewöhnlicher Tragweite.
© Markus Eck, 08.05.2012
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