
| Band: | MAJESTIC DOWNFALL |
| Titel: | Temple Of Guilt |
| Genre: | Death Doom Metal |
| Label: | My Kingdom |
| Format: | Album CD |
| Punkte: | 7 / 10 |
Ein Mexikaner mit stark düsteren Neigungen ist hier am stilvollen Werk. Und Jacobo Córdova, für seine Herkunft jedoch untypisch kalt- statt heißblütig operierend, hat seine von Leid erfüllte Latinoseele der hocherhabenen Variante des Death Doom Metal verschrieben.
Also nichts mit Tequila-Sturzbächen, Sombrero-Klischeenonsens oder „Olè-Partylaune“, hier schwingt die Schwermut unerbittlich das Zepter. Zehn Jahre spielte er zuvor in der Death Doom-Truppe Antiqua, dann entschied sich Melancholiker Córdova schließlich für sich beziehungsweise sein Einmannprojekt Majestic Downfall. Enthalten sind hier fünf alptraumhaft erklingende Kompositionen, teils mit Überlänge.
Wie der gewählte Bandname schon vorab suggeriert, bevorzugt der Macher majestätisches Kolorit in seinen Stücken, ein probater Gegensatz zu all den todesmetallischen Kehlenvergewaltigungen und tonnenschweren Saitenorgien auf dem Langspieler. Mittels Gastmusikern entstand so ein massives Manifest eindringlicher Sehnsüchte negativer Ausrichtung.
My Dying Bride-Verehrer, Katatonia-Fans, Saturnus-Anhänger und Morgion-Jünger gleichermaßen sollten sich mal vergewissern, ob ihnen hiermit nicht am Ende eine wertvolle Genreperle entgeht. Fakt ist jedenfalls: Nach dem Ende der knapp einstündigen Spieldauer dieses nieder- und letztlich völlig erdrückenden Tränenfluss-Boosters reicht dir wohl nicht mal `ne Zehnerpackung Wegwerf-Taschentücher, um der immensen Augennässe Herr zu werden.
© Markus Eck, 31.03.2009
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