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Band: AETERNITAS
Titel: Tales Of The Grotesque
Genre: Symphonic Metal
Label: Massacre
Format: Album CD
Punkte: 8 / 10

Auf ihrem fünften Album „Tales Of The Grotesque“ geben sich die beständigen Lübecker Symphonic Metaller schön theatralisch, wunderbar catchy und erbaulich stimmig.

Doch auch die dröhnende Hartkante wird einem satt gegeben, wodurch sich Aeternitas wohltuend vom Gros der Konkurrenten abheben können. Viel Wert von den Urhebern merklich darauf gelegt, in keinen stilistischen Bereich zu einseitig zu geraten. Das Septett um die neue, begeisternd fähige Sängerin Julia Marou, die seit letztem Jahr in der Band ist, hat vielmehr eine gehoben-opulent angerichtete, aber glücklicherweise nicht überarrangierte Mischung erschaffen.

Geboten wird Erhebendes, das sich auch berechtigt Musik im eigentlichen Sinne nennen darf und das so ertragreich und reibungslos funktioniert, dass es „Tales Of The Grotesque“ schlagartig zu einer höchst empfehlenswerten Angelegenheit macht. Zutiefst gefühlvolle Seidenschleierlieder wie „Eldorado“ taugen auch perfekt fürs romantisch getränkte Liebemachen, ein zusätzlich hochwertiges Prädikat für diese Veröffentlichung.

Mit überzeugenden und variantenreich-dynamischen Stücken wie „Deus Ex Machina“ kommen Aeternitas dann auch den allergrößten der heutigen Erfolgsmodelle des Metiers beeindruckend nahe, was gigantisches Klangbild, aufwändige Duett- und Chorvokalisierungen, visionäre Faszinationswirkung und vor allem auch erlesene Songqualitäten angeht.

So bleibt den überzeugten Beteiligten nicht nur weiterhin der ersehnte Durchbruch zu wünschen, sondern auch „Tales Of The Grotesque“ in vollen Zügen zu genießen.

© Markus Eck, 14.06.2018

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Rating scale:
10 - Timeless perfection.
9 - Impressing awesomeness.
8 - Great performance.
7 - Solid stability.
6 - Decent try.
5 - Uninspiring mediocrity.
4 - Failed presentation.
3 - Insubordinate badness.
2 - Terrible impertinence.
1 - Superfluous futility.
0 - Painful ear-torture.

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