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„Es fühlt sich für mich immer sehr befreiend an, ein neues Album `komplett` zu haben, und zu wissen, dass die Veröffentlichung sich nähert“, äußert sich Liv hörbar erleichtert, und fügt an: „`Ganz` privat freue ich mich momentan sehr darüber, dass meine Schwester am Wochenende nach Deutschland kommt, um uns ein paar Tage zu besuchen. Alle sind gesund, wir haben Spaß beim Fußballgucken und ich darf sogar nächste Woche ein Video für `Skintight` in Schweden drehen. Ich bin dann fast zu Hause“, freut sich die blonde Sängerin. |
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Sie selbst muss mit sich beziehungsweise mit einem Album 100% zufrieden sein, wie sie zu Protokoll gibt. „Alles andere gilt nicht. Ich möchte schließlich nachts auch gut schlafen. Halbe Sachen nerven mich unheimlich, und ich mag es nicht, wenn es beispielsweise ständig bei den Aufnahmen Pausen gibt, oder wenn jemand nicht ganz bei der Sache ist. Alles oder gar nichts. Ich gebe ein Album immer erst ab wenn ich, Produzent Thorsten und mein Ehemann Alex zufrieden sind, und das sind wir. Wir haben eine eigenes Studio und verbringen dort so viel Zeit wie möglich und wie nötig.“ |
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Und worin beziehungsweise in welcher Position sieht sich Liv selbst mit ihren aktuellen Liedern inmitten des Ganzen? Sie konstatiert: „Irgendwie überall, oder auch nirgendwo. Die Popmusikbranche, oder die Musikbranche überhaupt, kommt mir oft ziemlich korrupt vor. Ich verstehe sie nicht immer, und ich gebe zu, ich werde auch nicht immer verstanden. Also mache ich lieber, was mir mein Bauchgefühl und mein Herz sagen. So kann ich mit allem, was alltäglich in meinem Beruf und Hobby passiert, gut klarkommen. Und kann nachts meist gut schlafen.“ |
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Na, kennt dann ein Mensch wie Liv überhaupt so was wie Frust? „Aber natürlich. Wenn ich gefrustet bin, laufe ich aber eine große Runde durch den Wald. Da kann keiner mit mir mithalten! Das mache ich schon seit vielen, vielen Jahren. Danach habe ich oft eine gute Idee, wie das Problem gelöst werden kann. Als ich beispielsweise 2003 von Theatre Of Tragedy ohne Grund rausgeschmissen worden bin, bin ich anschließend sofort mit meinem Ehemann durch den Wald gelaufen. In dem Moment entstand dann auch schon die Band Leaves' Eyes. Wenn Kindermörder (mal wieder) auf freien Fuß gesetzt werden oder auch beispielsweise das Öl, das gerade den Golf von Mexico verseucht, solche irren Begebenheiten frustrieren mich ohne Ende, denn ich will unbedingt irgendwie was dagegen tun. Dann kommt immer mal wieder der Moment, an dem ich mich einfach klein fühle.“ |
(28.06.2010)