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Interview: TÝR
Titel: Auf bewährtem Kurs

Gitarrist und Sänger Heri Joensen und seine treue Mannschaft zeigen einmal mehr, dass sie eine Marke für sich sind.

Mit hörbar viel Selbstwertgefühl geht die ebenso aufrechte wie unbeirrbare Faröer Idealistentruppe mit dem neuen und sechsten Album „Valkyrja“ erhaben an den Start.

Rein stilistisch betrachtet braucht dabei niemand aus den Reihen der Hörer irgendwelche befremdlichen Experimente erwarten.

Doch die Inselseelen Týr bringen auch auf dem aktuellen Nachfolger zum 2011er Knüller „The Lay Of Thrym“ abermalig eine ungewöhnlich breite und schlüssige Ideenvielfalt ein, was ihre neuen Seefahrer-Hymnen ebenso hörenswert wie auch nachhaltig inspirierend macht.

„In gewisser Weise arbeiteten wir auch für die neue Scheibe genau so wie für die letzten Týr-Veröffentlichungen. So lag unser Hauptaugenmerk darauf, die Songs mehr hörerfreundlich zu gestalten“, konstatiert Bandboss Heri.

Und der charismatische Frontmann fügt dazu noch an:

„Im Zuge dessen gerieten auch die Kompositionen von ,Valkyria‘ ein wenig kürzer, und wir kommen mit dem Material gezielt auf den jeweiligen Punkt. Dennoch halten wir unsere musikalische Integrität noch immer vollkommen aufrecht. Wir erachten das allesamt in der Band letztlich auch für absolut notwendig, wenn man heutzutage als Musiker auch nur ansatzweise noch von seiner Kunst leben möchte.“

„Erwähnenswert ist definitiv auch noch, dass es diverse kleine Veränderungen auf ,Valkyria‘ zu hören gibt“, wie der Mann im weiteren Verlauf des Gespräches zu Protokoll gibt.

„Die aufmerksamen Hörer werden in diesem Kontext feststellen, dass die neue Schlagzeugarbeit teils ziemlich rasant ausgefallen ist. Das aktuelle Album bietet einige der schnellsten Songs, die es je von uns gab. Insgesamt haben wir ein sehr stabiles und heidnisch tiefgründiges neues Werk erschaffen, denke ich.“ 



Für das neue epische Heidenmanifest trommelte nämlich der fitte George Kollias, bekannt durch seine glänzende Performance bei Nile und Nightfall. Heri lobt den Stock-Profi freudig:

„George hat einen vielfältigeren Stil als unser sonstiger Drummer Kári Streymoy. Er hob das ganze Material sowieso auf ein neues Level!“


Ebenso wurde Gitarrist Terji Skibenæs für „Valkyrja“ vermehrt ins Songwriting der äußerst linientreuen Formation integriert, wie von dem Gitarristen und Sänger noch zu erfahren ist.

„Einige der Stücke profitieren davon ganz enorm, was man an deren hoher Homogenität merken kann. Doch auch sonst hat es sich kompositorisch erneut vollauf bewährt, den guten alten Kurs beizubehalten. Also, im Sinne alter traditioneller nordischen Melodien vorzugehen und diese mit unserem typischen Sound ein Einklang zu bringen. Das ist es, was ich liebe. Und das ist es auch, was ich denke ich am besten kann.“

© Markus Eck, 01.09.2013

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