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Interview: TROLLFEST
Titel: Schluckfreudige Schlingel

Diese kauzigen Norweger Trinkerseelen machten in der Vergangenheit bereits des Öfteren mit ihrem irrwitzigen Folk Metal-Ulk von sich reden.

Dabei tummeln sich im Line-Up Musiker von krassen Black Metal-Horden wie beispielsweise Urgehal, Sarkom und Pantheon I.

Und nicht nur die überraschende Verwendung von hierbei höchst ungewöhnlichem Instrumentarium wie beispielsweise Akkordeon, Banjo und Saxophon verleiht dem spaßigen Querkopftrupp einen ganz besonderen Status. Sondern auch die fidelen Trollfest-Songs an sich könnten abwegiger vom braven Mainstream nicht sein.

Die dauerdurstige Horde tituliert ihren Suff-Sound „True Norwegian Balkan Black Metal“, und in exakt diese Kategorie fällt auch das neue Frohsinns-Album „En Kvest For Den Hellige Gral“.

Bassist Psychotroll legt, zum besseren Verständnis, erstmal das künstlerische Credo seiner Meute dar:

„Insgesamt ist es nun ja nicht gerade leicht zu erklären. Aber fest steht ganz klar: Wir starteten Trollfest einst vor Jahren aus der primären Intention heraus, spezielle und frische Musik zu machen, zu der wir uns gerne lustig betrinken! So hat es begonnen und so ist es weitergegangen beziehungsweise hat sich zu dem entwickelt, was es heute ist. Wenn man den Spaß aus Trollfest nehmen würde, bliebe da nicht viel übrig, wie ich denke. So sind unsere Lieder auch das Resultat der verschiedenen musikalischen Hintergründe in Trollfest sowie unseres großen Enthusiasmus’ zum Experimentieren, der hier zum Tragen kommt. Wir lieben es, in dieser Band alles Mögliche auszuprobieren und ständig Neues miteinander zu kreieren.“

So drehen sich die Liedertexte dieser feixenden Skandinavier auch einen ganz bestimmten Themenkreis: „Die Lyriken verfasst unser Vokalist Trollmannen, und Genaueres möchte ich dazu hier nicht ausplaudern beziehungsweise ihm nicht vorwegnehmen. Aber Fakt ist: Sie strotzen natürlich vor beißendem Humor, Bierseligkeit, Feierlaune und Troll-Thematiken!“ [lacht laut]

Wie dem ebenso geselligen wie schlitzohrigen Tieftonmann nachfolgend noch zu entlocken ist, besteht das anhaltende Zusammenkommen von Metal und Alkohol ja auch nicht von ungefähr.

„Wir proklamieren: ‚Av mjøden vart du vis og klok, så drekka mer!’. Was übersetzt bedeutet: ‚Vom Met wurdest du weise und wissend, so trinke mehr!’. In der Tat existiert schon eine Menge an Freude im Zusammenkommen von Alkohol und Musik. Mixt man beides zusammen, bekommt man ein starkes Elixier“, scherzt der kecke Luftikus mit weit nach oben gezogenen Mundwinkeln.

© Markus Eck, 11.03.2011

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