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Interview: TRAIL OF TEARS
Titel: Willen zum Weitermachen

Für berauschend opulent und aufwühlend theatralisch erschallende Dark Metal-Dramatik der ganz großen Klasse stehen die symphonisch konturierten Musikerzeugnisse dieser Norweger von Anbeginn der Band an. Da macht auch die neue Langspielplatte „Existentia“ keine Ausnahme.

Dieses fünfte Studioalbum vereint sämtliche Stärken des bisherigen Schaffens von Trail Of Tears, ohne aber auch nur ansatzweise verbraucht oder duplizierend anzumuten. Dafür sorgen haufenweise neue produktive Ideen, welche in cleverer Manier in die Kompositionen verbaut wurden.

Anführer Ronny Thorsen bringt Licht ins Dunkel um den brandneuen Tränenteller und vor allem um die aktuellen Besetzungsgeschicke von Trail Of Tears.

„Als erstes möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, um eindeutig klarzustellen, dass Trail Of Tears sich nicht aufgelöst haben, auch wenn Teile der Musikpresse etwas anderes berichteten. Einige Mitglieder haben sich überraschend dazu entschlossen, die Band im November nach der 2006er Mexiko-Tour zu verlassen. Dies resultierte vor allem aus der wirklich katastrophalen Organisation dieses Trips und den ganzen Problemen, die sich daraus für uns ergaben.“

Die ihren Dienst bei Trail Of Tears so plötzlich quittierenden Musiker hatten laut Ronny im Laufe des wirklich desaströsen Tour-Geschehens sämtliche Motivation verloren, und überraschten den Bandboss total mit ihrer Entscheidung. Wir er berichtet, wird es mit dem Dark Metal-Tränentreck definitiv weitergehen.

„Zwischen mir und den nun nicht mehr mitmischenden Bandmitgliedern gibt es natürlich kein böses Blut, ich verstehe ihr Handeln, auch wenn es mich wirklich schockte. Ich werde nach neuen Musikern Ausschau halten und selbstverständlich weitermachen mit der Band.“

Was das neue Album „Existentia“ anbelangt, so wurde laut Ronny erneut großer Wert darauf gelegt, dass jeder Song vollkommen für sich selber stehen kann.

„Hauptziel war es neben markanten und eingängigen Strukturen erneut, einen differenzierten Gesamtsound hinzukriegen. Die Hörer sollen jederzeit genau die Art von Emotionen und die kreative Einigkeit vermittelt bekommen, welche wir als Künstler im jeweiligen Moment ausdrücken wollen.“

Die aktuelle Langspielveröffentlichung ist seiner Ansicht nach melodischer und dabei auch noch symphonischer als die Vorgänger.

„Eine gute Kombination in Verbindung mit den kleineren Neuerungen, welche eingebracht wurden. Wir waren ohnehin noch nie eine Kapelle, welche sich selbst wiederholt, so bietet auch `Existentia` teilweise völlig Neues. Erfahrene Anhänger von uns werden dies auf dem Album deutlich heraushören können, ohne uns aber dabei die eindeutige und urtypische Trail Of Tears-Signifikanz absprechen zu können.“

© Markus Eck, 07.01.2007

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