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Interview: SOIL
Titel: Direkt aus dem Bauch heraus

Mit ihrem nicht selten höllisch dynamischen Mix aus Alternative Rock und Nu Metal konnten diese 1997 gegründeten US-Überzeugungstäter neben dem 2001er Langspieler „Scars“ bislang vor allem auf der Bühne Zuspruch verbuchen.

Nun sind die drei emotionalen Chicago-Schwerenöter Soil erneut mit ihrem typischen Sound am Start, im Gepäck das neue Album „Whole“. Für letzteres hat sich das Trio eine ganze Menge einfallen lassen. Bassist Tim King berichtet direkt aus dem Lager der Band.

So sollte das neue Soil-Material primär nicht nur wütend und aggressiv werden.

Sondern die Beteiligten legten beim zugrundeliegenden Songwriting vor allem auch sehr großen Wert auf spieltechnische Qualitäten.

Sagt der Mann, der überraschenderweise tatsächlich doch den ewigen Klassiker „Shout At The Devil“ von Mötley Crüe als sein absolutes Lieblingsalbum nennt.

„Wir spielten aber letztlich schon immer genau das was wir tief in uns drin fühlen. Unsere Musik ist sozusagen ein stetes und exaktes Spiegelbild von dem, was wir als Menschen durchzumachen haben. Bei den neuen Songs fühle ich mich oft wie damals bei unserem Album ,Scars‘. Das neue Zeug von uns geht mir wirklich unter die Haut.“ 



Geschrieben wurden die neuen Stücke allesamt von ihm selbst und Gitarrist Adam Zadel, so King.

„Wir sammelten unsere Ideen und arbeiten sie Stück für Stück zusammen aus, während unser Vokalist Ryan nach jeweiliger Übergabe neuer Tracks sämtliche Songtexte dazu verfasste. Ryan gab uns auch sehr gute Impulse für die Arrangements. Wir waren ein gutes Team für ,Whole‘, die Arbeit an den Liedern hat uns viel Freude und Zufriedenheit gebracht.“

Gerade mal drei Monate dauerte es, dann hatten die Jungs ihre Songs komponiert und vollständig ausgefeilt.

Wie der Bassist ebenfalls verlauten lässt, besannen sich Soil dabei voll und ganz auf ihre Wurzeln, die er mit der Vorliebe der Band für ausgeprägte Heavyness, aggressive Riffs und betont zornige Vocals angibt.

Mit ihren Pre-Recordings reisten Soil dann hoffnungsvoll und ambitioniert nach Los Angeles, wie von dem Tieftöner in Erfahrung zu bringen ist.

„Unser Produzent Ulrich Wild hat glücklicherweise ganz genau verstanden, was uns für das neue Album im Einzelnen so vorschwebte. Wir hatten daher trotz der vielen und detailreichen Arbeit an dieser Scheibe eine wirklich tolle Zeit in den dortigen Bomb Shelter Studios.“

Für europäischen Metal hat der musikalisch jederzeit offene Alternative Metaller Tim definitiv ein Ohr. „Ich mag die Musik von Arch Enemy, Volbeat und von Sturch, die für uns mittlerweile zu richtigen Kumpels geworden sind.“

© Markus Eck, 05.08.2013

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