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Interview: SINISTER
Titel: Wasserdichte Kooperation

Hört man die immense Energie und belebende Frische, mit der diese Holländer ihre neuesten Songbrecher ins Gehör detonieren lassen, so kann man kaum glauben, dass Sinister tatsächlich schon bald 25 Jahre Bandexistenz auf dem Buckel haben.

Ihr neues und mittlerweile bereits elftes Albumspektakel „The Post-Apocalyptic Servant“ steht für puren und schnörkellosen Monster-Death Metal in anspruchsvoller Reinkultur.

Sogar noch ein Quänt­chen eingängiger als der 2012er Vorgänger „The Carnage Ending“ gehen die fünf ewigen Brutalos vor. Als Vokalist lässt sich Brüllhals Adrie „Aad“ Kloosterwaard auch auf „The Post-Apocalyptic Servant“ selbstverständlich nicht ansatzweise lumpen. Was die neue Sinister-Veröffentlichung betrifft, so umschreibt er diese als typisch für seine Truppe.

Immer gemäß der eigenen Marke

„Uns ist bei allen neuen Ideen immer auch wichtig, dass es letztlich nach Sinister klingt. Direkt verglichen mit dem Albumvorgänger fallen mir keine nennenswerten Neuerungen in unseren Sound ein. Die neue Platte ist jedenfalls extrem intensiv, unglaublich aggressiv und höllisch eingängig geworden, worüber wir sehr glücklich sind. Extreme Härte mit extremer Griffigkeit zu inszenieren, daran haben wir noch immer riesige Freude. So stehen wir für massive Brutalität, die gut und reibungslos ins Ohr flutscht. Bei aller Grausamkeit im Klangbild sollen unsere Kompostionen auch nach dem Hören noch im Geiste der Konsumenten verbleiben!“ 


Willkommene Songwriting-Dominanz
Beim Songwriting agieren die Niederländer auf der Höhe der Zeit. Und die monumentalen Jenseitshymnen werden in der Regel von Gitarrist Bastiaan „Bas“ Brussaard komponiert, so der Frontmann.

„Für uns ist er sehr wertvoll! Bereits für ,The Carnage Ending‘ hat er ganze Arbeit geleistet, es kamen damals wie heute absolute Killertracks aus seiner Feder. Wir lassen ihn immer in aller nötigen Ruhe an neuem Material werkeln, keiner von uns würde ihm diesbezüglich je auf den Sack gehen. Andere Bands mögen da so ihre Probleme haben. Aber für uns funktioniert es einfach am allerbesten, wenn einer allein dafür verantwortlich ist, sich neue Stücke auszudenken. Für mich ist es sowieso fabelhaft, dass es auf dieser wichtigen Ebene so verdammt flüssig läuft, denn die Band ist mein Leben.“

Enthusiastisches Kollektiv
Bas hat sich ein kleines Heimstudio eingerichtet, so Adrie, in dem er vorzugsweise die Nummern für Sinister schreibt.

„Immer wenn er eine neue Songidee auf Lager hat, sendet er diese flugs an uns alle raus und wir üben und studieren das Ganze dann jeweilig bei uns zuhause ein. Ist ein Song dann soweit, wird er im Proberaum solange zelebriert, bis er seine endgültige Reife hat. Wir machen das also genau wie viele andere Bands auch. [lacht] Da wir allesamt stets sehr ambitioniert an die Sache rangehen, haben wir den Vorteil, dass es relativ schnell vonstatten geht, wenn eine Idee erstmal in unseren Köpfen zündet. Oft sind wir sogar überrascht, wie rasch es geht von den Anfängen bis zum komplett fertigen Song. Umso besser, dann haben wir mehr Zeit für den Mix. Wir werden auch künftig nur zu gerne an dieser Art des Vorgehens festhalten.“

© Markus Eck, 15.05.2014

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