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Interview: PRO-PAIN
Titel: Ehrlicher Enthusiasmus

Mit ihrem letzten Albumkracher konnten diese gleichfalls beständigen wie berühmten US-Bolzen auch bei mir große Erfolge feiern.

Und das kommt beileibe nicht von ungefähr. Denn „Shreds Of Dignity“ bietet einen kraftvoll-kernigen und allerfeinsten Mix aus Hardcore und Metal. Die markante Eingängigkeit ihrer Kompositionen schien massiv gesteigert worden zu sein, was Pro-Pain für das neue Album mit dem programmatischen Titel „Fistful Of Hate“ sogar noch ein bisschen zu verfeinern vermochten.

Ich befrage Bandleader, Bassist und Sänger Gary Meskil ein wenig zum neuen Hammerwerk.

„Wir fühlen uns super und die Moral in der Band ist dauerhaft hoch. Der Großteil unserer gegenwärtig enthusiastischen Stimmung liegt in den abgeschlossenen Aufnahmen für das neue Album und der Verpflichtung unseres neuen Drummers JC Dwyer. So haben wir derzeit zweifellos das bisher stärkste Line-Up und erleben damit eine echt tolle Zeit“, lässt mich der Pro-Pain-Chef zu Beginn unseres Dialoges wissen.

Wenn man nun „Fistful Of Hate“ dem letzten Studioalbum „Shreds Of Dignity“ aus dem Jahre 2002 gegenüberstellt, fallen doch einige stilistische Modifikationen auf. Gary präzisiert sie vorab:

„Ich würde sagen, unser derzeitiger Sound ist langsamer, metallischer und somit heavier als je zuvor. Für uns enthält das aktuelle Album einige unserer bisher besten Stücke, zudem haben wir simultan dazu unsere bisher stärkste Produktion am Start“, freut sich der beliebte Amerikaner.

Eine Mischung, wie sie nicht besser hätte ausfallen können, möchte man meinen.

Gary hofft daher laut eigener Aussage auch, dass möglichst viele Fans seine Meinung zu „Fistful Of Hate“ in der nächsten Zeit nachvollziehen können und seine Ansicht zum neuen Langspieler dann auch teilen werden.

„Hoffentlich fühlen unsere Anhänger da draußen beim Hören der neuen Tracks, mit welchem Enthusiasmus wir als Band dabei vorgegangen sind. Das neue Album ist schließlich eines unserer derjenigen, bei denen wirklich alles glatt lief und auf Anhieb zu funktionieren schien. So stellt es für uns nicht umsonst auch immer wieder einen ganz besonderen Reiz dar, unseren Fans etwas Spezielles zu bieten, hinter dem wir geschlossen mit aller Kraft stehen können. Das wirklich großartige Gefühl, dies alles nun schon seit ganzen 12 Jahren zu erleben, mutet ständig aufs Neue wie eine Belohnung an.“

Schön gesagt. Für Mr. Meskil ist es aber auch diesmal nicht leicht, sich explizit zu diversen Einflüssen zu äußern.

„Ich bin nicht sehr aktiv, wenn es darum geht, Inspirationen zu erhaschen. Ich bin mehr derjenige Beobachter, der die Dinge einfach geschehen lässt und sie danach in Ruhe kritisch betrachtet.“

Hauptsächlich ist der singende Bassist an sozialpolitischen Geschehnissen und am Leben an sich interessiert sowie natürlich einer gesunden Dosis an Metal und Hardcore, berichtet er nachfolgend.

Doch Gary ist da eigentlich ganz offen, was seinen privaten Musikgeschmack angeht, wie mir zuteil wird.

Schließlich kommen wir auch auf den aktuellen Albumtitel zu sprechen, auch die Bedeutung des Frontcovers von „Fistful Of Hate“ wurde erläutert.

„Das Bild zeigt eine Faust vor dem Hintergrund einer amerikanischen Flagge. Wir leben in recht turbulenten Zeiten, in welchen Hass die einzig richtig ausgelebte Emotion zu sein scheint. Gerade hier in den USA mutet es für die meisten Menschen mittlerweile so an, als ob Amerika und seine gegenwärtige Administration der Zielpunkt weltweiter Feindseligkeiten zu sein scheinen. So ungefähr nach dem Motto: Andere blamierten uns, wir blamieren den Rest der Welt.“

Garys persönliche Sicht der Dinge ist hier, wie sowieso zu erwarten war, jedoch sehr einfach gehalten:

„Ich bereiste bisher so einige Teile der Welt und kann daher mit voller Überzeugung verkünden, dass die Bewohner der verschiedenen Erdteile allesamt sehr höflich und zuvorkommend sind, wo immer man sich nun auch gerade befinden mag. So sind in erster Linie all die Politiker und ihre ausführenden Kräfte zu einem großen Prozentsatz für den immensen Hass der Menschen untereinander auf diesem Planeten verantwortlich.“ Eine überzeugende Gegendarstellung.

© Markus Eck, 16.01.2004

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