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Interview: KAMELOT
Titel: Im Zauber der Hingabe

Zuletzt brachten sie ihre treuen Anhänger mit dem Album „Silverthorn“ 2012 in anhaltende Symphonic Metal-Verzückung.

Kenner wissen: So gefühlvoll wie die Formation aus Tampa, Florida agieren nur sehr wenige Repräsentanten dieses stilistischen Spektrums. Und alles das, was auf „Silverthorn“ an hoch herausragenden Merkmalen zu erleben war, trieben Kamelot für den aktuellen Nachfolger „Haven“ noch weiter aus.

Und es geht nun gleichfalls weiter in die Breite, wie der cineastisch-episch angelegte Monumental-Sound dieser faszinierend schönen Hymnen beeindrucken kann.

Sänger Tommy Karevik & Co. setzen wagemutig ihre Seelen aufs Spiel - und gewinnen!

Neue Facetten eingeschliffen
Gitarrist Thomas Youngblood fühlt sich fantastisch, wie er eröffnet, nachdem er mit der Band die viele harte Arbeit fürs neue Werk so gut beenden konnte.

„Es hat sich erneut gelohnt, all die Mühe, Hingabe und Leidenschaft einzubringen. Denn das Resultat ist etwas sehr Spezielles. Und, ja, ich würde unsere neue Musik als typisch Kamelot umschreiben. Allerdings mit neuen Elementen, schließlich klingt keines unserer Alben wie das andere. Wir setzten alles daran, ein klassisches Werk zu kreieren, es sollte zeitgleich aber auch etwas werden, was die Band in neue Höhen zu hieven vermag. Und genau das ist uns letztlich souverän geglückt, wie ich finde. Und mit dieser Auffassung stehe ich in Kamelot nicht alleine da“, gibt er charmant lachend zu Protokoll. 


Erweiterte Erscheinung
Wie Thomas im Weiteren wissen lässt, haben die Beteiligten für jeden neuen Langspieler strikte Kriterien im Sinn, die sie dann vor allem im konkreten Entstehungsprozess auch unbedingt einhalten möchten.

„Grundsätzlich hatten wir auch für ,Haven‘ vor, wieder alles, was Kamelot als individuell vorgehende Musikgruppe ausmacht, in den neuen Kompositionen zum Tragen kommen zu lassen. Allerdings war der Plan, sich daneben auch künstlerisch wandlungsfähig zu zeigen. Im Zuge dessen erarbeiteten wir spannende neue Facetten, wie beispielsweise eher moderne Metal-Elemente, feinsinnige Folk-Parts und diesmal sogar auch Industrial-lastiges. Der gesteigerte Variantenreichtum spiegelt sich auch im modernen Klangbild der Platte wider, wozu vor allem der ausgeklügelte Mix der Songs ebenfalls beiträgt. Es geht daher mehr auf den Punkt, was hauptsächlich die Gitarren direkter und unmittelbarer nach vorne transportieren kann. Schlussendlich ist es jedoch der bewährte melodische und epische Stil, welchen wir den Fans auf dem neuen Album darbieten.“

Berührende Botschaften
Das Ganze weist ausgeprägte emotionale Höhen und Tiefen auf, so der Griffbrettprofi, an denen man vollauf teilhaben kann.

„Sämtliche Gefühlsspektren werden auf ,Haven‘ ausgelotet. Diesmal geht es nämlich schon etwas verinnerlichter zur Sache, als wir es auf ,Silverthorn‘ noch taten. Dies verleiht den Stücken einen persönlicheren Touch. Es sind auch Songs darauf, in denen es darum geht, wie die Menschheit die Erde behandelt. Der erwähnte Gesamtsound bringt gerade derlei epische und ausladende Nuancen breiter ins Gehör. Und es wird beispielsweise auch eine Story erzählt, wie zwei junge Liebende ihrer Vision verfallen und eine massive Revolution anzetteln. Alles in allem senden wir mit ,Haven‘ sozusagen die positive Message der Hoffnung in den See der Verzweiflung.“

© Markus Eck, 10.04.2015

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