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Interview: CORVUS CORAX
Titel: Weltmänner

Das Jahr 2011 brachte für die vielen Verehrer dieser in mannigfaltigen Belangen außergewöhnlichen Spielleute primär eine neue überraschende Liedersammlung mit sich: „Sverker“. Auf letzterer widmen sich die immens spielfreudigen ostdeutschen Notenmänner erstmalig in ihrer langjährigen Historie historischen nordischen Thematiken.

Und heraus kam bei den tiefgründigen Recherchen und Bemühungen der Beteiligten eine löblich seriöse Veröffentlichung, mit welcher Corvus Corax erneut ihre volle Berechtigung als Repräsentanten altertümlichen Musikspiels beweisen können. Frontmann und Sänger Castus Rabensang ist mit seinem bunten Haufen gerade frisch aus Mexiko zurückgekehrt, als er für mich ein wenig ins gerade zur Neige gegangene letzte Jahr zurückblickt.

„Für mich als Musiker war 2011 umfassend gesagt einfach großartig. Zwar standen wegen der neuen Weltwirtschaftskrise die Zeichen für unsere geplanten Auslandstouren anfangs des Jahres ja eher schlecht, weil viele bereits bestätigte beziehungsweise konkretisierte Auftritte wieder von diversen Veranstaltern abgesagt wurden, worüber wir logischer Weise recht wenig begeistert waren. Doch letztlich geriet uns 2011 als das spezielle Jahr, in dem wir am meisten im Ausland überhaupt bislang gespielt hatten. Wir traten in sage und schreibe 15 verschiedenen Ländern auf.“

Und wie der wuchtige Dudelsackspieler gleich im Anschluss daran offenbart, sollte die Destination Mexiko sich wieder mal als regelrechtes Fest für den Trupp herausstellen.

„Wir waren ja kürzlich schon zum zweiten Mal dort dieses Jahr. Und unser jüngstes Konzert war ein riesengroßer Erfolg, der uns richtig zu überraschen wusste. Aber auch auf dem internationalen Hansefest in Kaunas in Litauen konnten wir für breite Begeisterung sorgen, und das vor circa 15.000 Besuchern; und das, ohne bislang dort recht bekannt zu sein. Viele Leute hörten gar nicht mehr zu applaudieren und nicht wenige rasteten gar aus.“

Doch es gab auch bittere Pillen zu schlucken für Meister Castus, wie er noch zu berichten weiß.

„Bei einem hastigen und von vielerlei wirrem Gerede begleiteten Sicherheits-Check für einen Inlandsflug im mexikanischen Cancún wurde mir leider mein nagelneues Handy mitsamt Geldbörse von einem hiesigen Polizeibeamten (…) geklaut. Geld war zwar nicht viel drin, aber meine ganzen wichtigen Karten wie beispielsweise Führerschein, Visa- und andere Geldkarten, Krankenversicherungskarte etc. Leider hatte ich den Verlust erst bemerkt, als ich schon wieder im Flugzeug saß, und da war es dann eben schon zu spät, um wieder an die Sachen zu kommen. Ich hatte eine anstrengende und ärgerliche Rennerei wegen der ganzen abhanden gekommenen Dokumente, was mich so einige Nerven kostete. Na, mittlerweile ist der Ärger darüber ganz gut verflogen und nächstes Mal passe ich einfach besser auf“, gibt sich der Mann auch hier wie gewohnt angenehm frohgemut.

© Markus Eck, 11.01.2012

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