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Interview: BLACKMORE’S NIGHT
Titel: Schwärmerische Visionen

Jahr für Jahr erfreuen sie unzählige Hörer aus ungewöhnlich vielen Bereichen immer wieder mit ihrer wohltuend unprätentiösen Version des Renaissance Rock, was ihnen nicht nur globalen Erfolg, sondern auch hohe Beliebtheit und große Anerkennung eingebracht hat.

Und auch mit dem neuen und achten Studioalbum „Dancer And The Moon“ können Blackmore‘s Night die Relevanz ihrer ebenso verspielten wie entspannend Folklore-lastigen Musik verdeutlichen. Der aus Deep Purple hervorgegangene Gitarrengott Ritchie Blackmore erschuf dafür mit seiner Ehefrau und Sängerin Candice Night harmonisch verträumte Kompositionen für Herz und Seele.




„Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin, Liebe und Romantik sind mir sehr wichtig im Leben. Somit mache ich das stets auch in der visuellen Seite unserer Musik als auch in den Lyriken gerne deutlich. Aber ich denke, das ganze Konzept bei Blackmore‘s Night hinsichtlich vergangener Zeiten und deren optischer Repräsentation birgt ohnehin sehr romantische Züge. Was mich und Ritchie immer wieder aufs Neue zur Renaissance beziehungsweise zur mittelalterlichen Zeitperiode hinzieht, ist eben nicht der Gedanke an die real vorherrschenden damaligen Zeiten. Wir zwei denken da viel lieber gemeinsam sinnbildlich an die fein empfindende Lady, die dem Ritter auf dem Rücken seines Pferdes ihr Halstuch um die Rüstung wickelt und nachfolgend auf seine Rückkehr wartet. Die Lagerfeuer erleuchten dabei in unserer Imagination die umgebenden Hänge im klaren Nachthimmel, pure Romantik also“, gibt Candice unter einem sanftem Lächeln zur Grundstimmung des neuen Releases „Dancer And The Moon“ preis. 


Rasch schließt die attraktive Erscheinung daran an: „Auch unsere neuesten Songs bewegen sich wieder durch so einige stilistische Bereiche, dabei primär Folk, Pop und nicht wenig Balladeskes. Es gibt auf ,Dancer And The Moon‘ wie bisher bei uns viel Abwechslung und auch so einigen Variantenreichtum zu hören.“


Wie sie nachfolgend noch hinsichtlich der Bedeutung des aktuellen Plattentitels eröffnet, erkennt die amerikanische Vokalistin auch ganz persönlich tief in sich selbst das Herz und den Geist einer Tänzerin.

„Musiker geben sich selbst mit Leib und Seele dem Publikum hin, ebenso wie Tänzer es tun. Wir machen zwar die Musik, doch leidenschaftliche Tänzer zeigen den Liedern wiederum volle Hingabe. Ich empfinde die Vorstellung als sehr betörend, einer tanzenden Zigeunerin unter leuchtendem Vollmond dabei zuzusehen, wie sie sich und ihren Geist dem Mysterium des Mondes hingibt, während die Musik sich ihr ganzes Herz nimmt.“

© Markus Eck, 19.05.2013

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