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Interview: BATTLELORE
Titel: Von tragischem Heldentum

Mit ihrem neuen Konzeptalbum „Doombound“ zeigen die Finnen auf, dass sie auch in der Lage sind, neben überzeugender Musik auch auf textlicher Ebene souverän zu agieren. So entstand eine runde und für die Band wohl typische Fantasy Metal-Mischung aus Notenkunst und Lyrik, welche insgesamt eine ganze Menge neuer hochinteressanter Facetten von Battlelore offenbaren kann.

Seit jeher galten den Beteiligten die Faktoren Epik, Dramatik, Melodie und ästhetischer Anspruch bekanntlich recht viel, und das hört man auch auf der neuen gehaltvollen Liedersammlung ebenso deutlich wie ohrenfreundlich wieder heraus.

„Wir haben uns dazu entschlossen, die Songtexte dieses sechsten Albums diesmal komplett in finnischer Sprache zu verfassen“, gibt mir Drummer Henri Vahvanen zu Protokoll.

Sein Kollege, Gitarrist und Texter Jyri Vahvanen, weiß angeregt zu ergänzen:

„Beispielsweise der Song `Kärmessurma` (übersetzt `Drachentod`) ist ja inspiriert von alter finnischer Folklore und entsprechenden Überlieferungen. Und diese Nummer passt perfekt zur Konzeption der aktuellen Veröffentlichung. Textlich dreht es sich auf `Doombound` nämlich hauptsächlich um die Erlebnisse und Taten von Túrin Turambar, Tolkiens tragischem Helden, welcher eine Unmenge an Großartigem durchlebte, und welcher letztlich leider durch Liebe und Verrat sterben musste. Interessant: Es gibt eine direkte Verbindung der Inhalte aus der faszinierenden Story von Meister Tolkien und denjenigen aus unserem finnischen Nationalepos, der Kalevala - was das Verfassen der Texte für die neue Platte für uns ebenso spannend wie wichtig gemacht hat.“

Henri klinkt sich wieder ein und es ist ihm wichtig zu verkünden:

„Ich bin der Ansicht, dass wir alle aus der Band uns musikalisch und als Künstler weiter nach vorne entwickelt haben, was man auf der neuen Veröffentlichung wirklich hören kann. Wir hoffen, die Leute mögen und schätzen `Doombound` gleichermaßen.“

Jyri hierzu noch: „Es war eine nur natürliche Entwicklung und ich bin auch sehr zufrieden damit, dass wir es bislang immer gut geschafft haben, die Qualität und das Niveau unserer Musik mit jedem Album zu steigern. Natürlich beinhaltet es auch stets ein gewisses Risiko, auf andere Weise zu komponieren beziehungsweise Neues in der eigenen Klangkunst zu versuchen, aber für uns in der Band bedeutet dies letztlich erst die richtige Spannung und Begeisterung für das Songwriting.“

Für „Doombound“ mussten die Fans so einige Monate warten, aber Battlelore wollten sich lieber Zeit nehmen, um eine richtig gute Scheibe an den Start zu bringen. „Wir verspürten keinerlei Eile und wollten daneben die neuen Songs bestmöglich reifen lassen und sie im Zuge dessen auch so viel wie möglich einstudieren und üben. Ziel war es, mit vollendeten Stücken im Gepäck das Studio aufzusuchen“, lässt Stockschwinger Henri noch verlauten.

© Markus Eck, 18.12.2010

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