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Interview: AIRBOURNE
Titel: Unter Starkstrom

Na, da sieht beziehungsweise hört man doch mal wieder ganz deutlich, wie immens wichtig für die geschmackliche Charakterbildung eine gezielt gute Kindererziehung ist!

Die australischen Gebrüder Joel und Ryan O'Keeffe wuchsen mit haufenweise Hardrock-Klassikerscheiben auf, wie sie die 80er und 90er Jahre in Vollendung hervorbrachten. Und mit ihrer eigenen Mattenschüttel-Crew Airbourne trägt solcherlei Heranwachsens-Hintergrund auch allerbeste Früchte.

Denn für ihr sensationelles Debütalbum „Runnin' Wild“ fabrizierten die zwei O'Keeffe´s samt Band lupenrein dreckigen Stampfer-Hardrock der Güteklasse 1a. Wahrlich ein feuchter Traum für jeden AC/DC-Jünger.

Ich rockte mich kurzerhand nach Down Under zum Interview-Gespräch durch.

„Ach, weißt du, da, wo wir herkommen, kann man eigentlich gar nichts anderes machen als unseren Sound, wenn man Rock’n’Roll spielen will. Diese Gegend scheint einfach prädestiniert dafür zu sein! [lacht] Daher leben wir sehr gern hier in Warrnambool, westlich von Melbourne – denn da haben wir eben allerbeste Vorraussetzungen für unsere spezielle Art von Rocker-Mucke, und die Leute kommen auch zahlreich zu unseren energiereichen Live-Gigs. Wir können und wollen es nicht anders“, rotzt Sänger und Lead-Gitarrist Joel seine Worte mit allem Enthusiasmus heraus.

„Bei mir und meinem Bruder Ryan ging das Ganze ja bereits in der Grundschule los, ich fing da mit dem Gitarrespielen an und Ryan machte sich an das Trommeln heran. Unser Onkel aus der O'Keeffe-Sippe unterstützte uns wo er konnte, vor allem mit starken Platten von tollen Bands. Bereits, als wir das Zeug das erste Mal hörten, war es gleich um uns geschehen – und wir lieben die alten Scheiben noch heute über alles: AC/DC, Rose Tattoo, The Angels oder auch alte Motörhead, wir beten diese Klassiker geradezu an!“ Wie man nur allzu deutlich auf „Runnin' Wild“ heraushören kann.

Ganz genau so gehört sich das auch für wachechte Nachwuchs-Hardrocker, und Schlagzeuger Ryan legt da noch allzu gerne nach:

„Was uns an der heutigen Musik- beziehungsweise Rock- und Metal-Szene stört, ist die oftmals nicht echte Attitüde einer Vielzahl der Bands. Das läuft bei uns schon anders, wir stehen vollauf hinter dem, was wir als Musiker tun und wie wir uns optisch präsentieren. Wir sind echt. Und das war nicht immer einfach: Denn wir wurden in unserer Gegend nur allzu oft als zurückgebliebene langhaarige Dorfrüpel mit schlechtem Musikgeschmack verlacht. Doch das hat uns immer nur noch stärker gemacht.“ Ist das Leben nicht schön?

© Markus Eck, 28.03.2008

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